Sanierung von Rissen im Beton

Frage:
Eine der tragenden Innenwände unseres Häuschens wurde kürzlich aus dringendem Anlass saniert. Sie hatte eine ziemlich langen sogenannten Haarriss. Die Arbeiter haben bei der Sanierung beide Wandseiten mit Hilfe eines Winkelschleifers angeschnitten und anschließend wurden die Rillen verspachtelt. Jetzt sieht man von dem Riss nichts mehr, aber wurde damit auch wirklich die Ursache behoben oder nur eine Art kosmetische Schönheitsreparatur ausgeführt? Ein Freund war neulich da, er ist ein ziemlich begabter Heimwerker, und als ich ihm von der Sanierung erzählte, hat er nur den Kopf geschüttelt und gemeint, es hätte Epoxidkleber injiziert werden müssen. Hat er Recht? Danke für die Auskunft!

Antwort:
Jain, eine Injektion hätte schon ausgeführt werden müssen, allerdings nicht mit Epoxidkleber, sondern mit Microzement. Da es sich bei Ihnen wie Sie schreiben um eine tragende Wand handelt und die durchgeführte Sanierungsart doch recht abenteuerlich klingt, sollten Sie die Wand nochmals von einem Statiker oder Gutachter untersuchen lassen. Ich traue der Sache nicht wirklich über den Weg.