Liebe Forenmitglieder,
ich brauche dringend ein paar gute Tipps zur Renovierung meiner Holztreppe. Falls den Experten genauere Angaben helfen: Es ist eine gestemmte Treppe, die über Setzstufen verfügt. Vor allem beunruhigt mich, dass sich in der Wendelung ein paar Stufen aus den Wangenfugen gelöst haben. Konkret frage ich mich jetzt, ob ich die Treppe auseinander nehmen muss, wenn ich sie lasieren will oder ob ein Aufspreizen der Stufen zu diesem Zweck nicht erforderlich ist. Und ich möchte gern wissen, wie ich die Nägel aus den Setzkanten heraus bekommen kann. Zudem ist es so, dass die Wangen mit zwei Gewindestangen zusammen gehalten werden. Genügt dies? Und was ist mit der wandseitigen Wange, welche nicht an die Wand angeschraubt ist? Sie ist ungefähr 5 cm von der Wand entfernt und an einigen Stellen lediglich mit Hilfe von Holzkeilen angespreizt. Wie kann ich das besser gestalten? Außerdem weiß ich nicht, was ich mit der Nut der Wange machen soll, die an der Vierteldrehung gerissen ist. Der Riss ist in etwa 16 cm lang. An derselben Stelle ist auch eine Stufe gerissen. Ich will nun an der Unterseite eine Stützleiste anbringen. Ist das aus Expertensicht eine akzeptable Lösung? Natürlich habe ich mir vor Beginn dieser Arbeit schon einiges an Tipps durchgelesen, damit auch alles gut läuft. Dabei bin ich auf den Begriff „Besteck“ gestoßen. Es hieß, dass das Besteck mindestens 40 mm messen muss. Was genau ist damit gemeint? Ich bedanke mich bei euch schon jetzt für eure nützlichen Tipps!
Antwort:
Hallo, bei der Lasur kommt es darauf an, welcher Lack auf die Treppe aufgetragen wurde, wie sich dieser lösen lässt und wie sich die Treppe insgesamt gehalten hat. Da ohnehin ein paar Stufen aus den Wangen gesprungen sind, würde ich Ihnen doch eher dazu raten, die Treppe zu zerlegen, damit Sie gleich alles umfassend renovieren können. Dann können Sie natürlich auch gleich die Nägel der Stoßtritte leichter heraus bekommen. Um die Treppe wieder vernünftig in der Wand zu befestigen, sollten Sie wie schon selbst vorgeschlagen, mehr Gewindestangen verwenden. Auch gut machen sich Schwerlastanker, die bauaufsichtlich für den Stein, in den sie eingebracht werden, zugelassen sind. Mit „Besteck“ meint der Fachmann jenes Stück Holz an der Wange, das man nicht wegfräst, wenn man die Stufen ausfräst.
