Wie woher können Risse im Unterputz herkommen ?

Frage:
Einige Wochen zuvor wurde unser Haus verputzt und jetzt sind sämtliche Fensterecken oben rissig Die Risse sind bis zu 10 cm lang, stechen also schon sehr ins Auge. Sie reichen um ca. 45 Grad in den Grundputz. Unterhalb des Putzes sind Wärmedämmsteine, die aus Bimswerkstoff gefertigt wurden. Die Rollladenkästen wurden eingemauert und bestehen aus Styrodur. Dort in diesem Bereich der Rollladenkästen treten die Risse hauptsächlich auf. Die Handwerker haben, bevor sie verputzt haben, auf die Wand und eben auf die Kästen blaues Gewebe gespachtelt. Da dachte wir eigentlich, dass gerade dieser Bereich dann gut geschützt sein müsste.

Was kann schief gelaufen sein und wie können wir die Risse beheben lassen? Dankeschön für eure Unterstützung!

Antwort:
Von wegen Schutz durch das Gewebe. Genau hier liegt der Knackpunkt. Das Gewebe gehört dort absolut nicht hin! Auf Ihren Rollladenkasten hätte ein Armierungsmörtel aufgespachtelt werden müssen. Und danach hätten die Handwerker – die waren wohl nicht wirklich vom Fach – im obersten Drittel vom Unterputz in den Ecken Gewebe einlegen müssen, um die Gefahr zu verringern, dass Risse entstehen. Schlimm, so was lernt man eigentlich im 1. Lehrjahr. Leider bleibt Ihnen jetzt nur noch die Option bis auf den Unterputz hin eine Gewebespachtelung durchführen zu lassen. Aber bitte von einem anderen Unternehmen, das etwas mehr davon versteht.