Woher kann die Feuchtigkeit kommen ?

Frage:
Wir haben gerade ein neues Einfamilienhaus bezogen, also neu bedeutet, es wurde vor etwa 10 Jahren gebaut. Der Keller wurde aus Beton gegossen. Vor dem Kauf wurden wir darüber informiert, dass es im Keller undichte Stellen gibt. Natürlich haben wir darauf bestanden, dass diese behoben werden. Eigentlich dachten wir auch, das hätte funktioniert, aber wir kämpfen immer noch mit zu hoher Luftfeuchtigkeit im Keller. Ein zusätzliches Problem ist, dass das Dachoberflächenwasser mit einer Rigole abgeführt wird, die sehr nah am Haus liegt. Dadurch entsteht Sickerwasser. Außerdem gibt es im Baugebiet je nach Saison drückendes Wasser. Wir möchten gern etwas gegen die übermäßige Feuchtigkeit unternehmen und müssen dazu natürlich zunächst einmal die Ursache herausfinden. Das ist uns besonders wichtig, weil wir einen der Kellerräume bewohnen möchten und auf keinen Fall gesundheitsschädliche Einflüsse wie Schimmel oder ähnliches dort wollen. Wer kann uns sagen, wie wir dahinter kommen, warum es bei uns im Keller zu feucht ist? Für alle guten Ratschläge möchten wir uns schon jetzt herzlich bedanken!

Antwort:
Wenn Ihre Bodenplatte und Ihre Kellerwände aus WU-Beton als weiße Wanne ausgeführt wurden, sind diese nicht wasserdampfdiffusionsdicht. Das bedeutet, wenn es an der Außenseite keine Perimeterdämmung gibt, kommt es zu einem Temperaturgefälle und an den kühlen Flächen bildet sich Kondensat. Es müsste also in Ihrem Fall wahrscheinlich eine Außendämmung nachgerüstet werden und die entsprechenden Feuchtigskeitssperrmaßnahmen durchgeführt werden. Sorgen Sie also dafür, dass sich der Taupunkt außerhalb der Wand befindet. Hilfe erhalten Sie von einem Prüfingenieurbüro, das gemäß der DIN 4106 einen Tauwassernachweis bzw. eine Wasserdampfdiffusionsberechnung durchführen wird.