Glasfaserdämmstoff

Glasfaserdämmstoff

Bei Glasfasern handelt es sich um dünne, lange Fasern aus Glas. Um diese zu produzieren, wird geschmolzenes Glas zu dünnen Fäden gezogen. Entdeckt wurden Glasfasern Ende des 19. Jahrhunderts in einer Glasfabrik in Thüringen von Hermann Schuller. In dieser Fabrik stellte man zum ersten Mal Glasfäden her, die sich spinnen ließen, und die einen exakt festgelegten Durchmesser hatten. Glasfasern zeichnen sich durch Witterungs- und Alterungsbeständigkeit, chemische Resistenz und Nicht-Brennbarkeit aus. Zudem sind sie äußerst elastisch, was sie gut geeignet für die Verbesserung der mechanischen Merkmale von Kunststoffen macht.

Glasfasern gehören zu den bedeutendsten Baustoffen. Besonders geschätzt werden sie als Wärme- und Schalldämmstoffe. Darüber hinaus nutzt man die optischen Eigenschaften der Glasfasern zur Übertragung von Licht und Daten. In Glasfaserkabeln befindet sich eine zylindrische Glasfaser in der Mitte eines Mediums mit niedriger Brechzahl sowie einer Schutzhülle. In der Grenzfläche zwischen den beiden durchsichtigen Medien mit verschiedener Brechzahl kommt es zur Reflexion und Leitung des Lichtes. Dabei treten so gut wie keine Verluste auf. Mit Hilfe dieser Technik können beispielsweise Daten über erhebliche Entfernungen übertragen werden. Glasbündel und -fasern setzt man zur Beleuchtung ein, beispielsweise an Inspektionskameras und Mikroskopen. Auch aus der Lasertechnik sind Glasfasern nicht wegzudenken. So kann die Strahlung flexibel zu der Stelle transportiert werden, an der die Bearbeitung erfolgen soll. Beispielsweise die Medizin, aber auch Vorgänge wie Schweißen und Schneiden profitieren somit von Glasfasern. In der Kunst und Dekoration haben Glasfasern einen festen Platz. So stellt man lichtdurchlässigen Beton her, indem man bis zu 5 Prozent Glasfasern einarbeitet. Durch diese werden Schattenwürfe, Farben und Licht sichtbar, was äußerst dekorativ und ansprechend wirken kann.