Glos würdigt Engagement der Kammern für mehr Ausbildungsplätze und fordert zusätzliche Anstrengungen aller Beteiligten

Glos würdigt Engagement der Kammern für mehr Ausbildungsplätze und fordert zusätzliche Anstrengungen aller Beteiligten
21.6.2006 - Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, hat heute rund 100 Ausbildungsverantwortlichen von Handwerks- und Industrie- und Handelskammern bei einem Empfang in Berlin für ihr Engagement bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze gedankt und zu weiteren Anstrengungen aufgerufen. Durch Überzeugungsarbeit vor Ort sei es den Kammern und Wirtschaftsverbänden gelungen, allein im Jahre 2005 rund 64.000 neue Ausbildungsplätze einzuwerben. 40.000 Unternehmen wurden dafür gewonnen, erstmals junge Menschen auszubilden. Das Ziel des Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs (30.000 neue Ausbildungsplätze) wurde um mehr als das Doppelte übertroffen.
Bundesminister Glos: ´Die Anstrengungen der Wirtschaft, neue Ausbildungsplätze zu schaffen, verdienen Anerkennung. Ich bin zuversichtlich, dass die Ziele des Ausbildungspaktes auch in diesem Jahr nicht nur erreicht, sondern wiederum übertroffen werden. Ich werde auch persönlich dafür sorgen, dass sich wieder mehr Betriebe in der Ausbildung engagieren.´
Hierzu wird unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie der Ausbildungspakt verlängert und fortentwickelt. Das BMWi hat darüber hinaus fünf neue und vierzehn modernisierte Ausbildungsberufe geschaffen, die ab dem 1. August, also noch vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres, in Kraft treten. Daneben wird es durch weitere Entbürokratisierung und Verschlankung von Ausbildungsordnungen Ausbilden insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver machen. Kürzere, aufeinander aufbauende Ausbildungsberufe insbesondere im Dienstleistungsbereich sollen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten für spezialisierte Branchen und auch eher praktisch begabte Jugendliche schaffen.
Daneben will die Bundesregierung das erfolgreiche Programm zur Förderung des Einstiegs in Ausbildung (EQJ-Programm mit 192 ¤ Praktikumsvergütung und 102 ¤ Sozialversicherungsbeitrag) um drei Jahre verlängern. Das Ausbildungsprogramm Ost, das 13.000 Ausbildungsplätze fördert, wird entgegen der ursprünglichen Planung fortgesetzt. Mit 100 Mio. ¤ wird die Bundesregierung mit dem Programm ´Jobstarter´ insbesondere durch Ausbildungsverbünde neue Ausbildungsmöglichkeiten schaffen und vorhandene Ausbildungshemmnisse abbauen.
Bundesminister Glos: ´Ich appelliere an alle Betriebe in unserem Land: Sehen Sie Ausbildung nicht als Kostenbelastung, sondern als Investition in die Zukunft. Jugendliche ohne Ausbildung werden uns in der Zukunft als Fachkräfte fehlen! An die Jugendlichen richte ich die herzliche Bitte: Nutzt die große Vielfalt der angebotenen Berufe! Es muss nicht immer einer der zehn am meisten gefragten Berufe sein, auf die sich fast ein Drittel aller jungen Leute konzentriert. Zeigt Flexibilität und Mobilitätsbereitschaft! Dann verbessert Ihr Eure Chancen am Ausbildungsmarkt!´
Zur Koordinierung und Verstärkung aller Anstrengungen zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze hat der Bundeswirtschaftsminister die Partner des Ausbildungspaktes (Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Bundesverband der Deutschen Industrie, die Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Arbeit und Soziales und für Bildung und Forschung), die Bundesagentur für Arbeit, die Integrationsbeauftragte und die Kultusministerkonferenz am 14. Juli 2006 zum Pakt-Lenkungsausschuss eingeladen.
Wirtschaft und Bundesregierung werden sich so bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze weiter gemeinsam engagieren, damit möglichst alle ausbildungsfähigen und -willigen jungen Menschen ein Qualifizierungsangebot erhalten.

Das Internetangebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: http://www.bmwi.deFür Rückfragen zu Pressemitteilungen, Tagesnachrichten, Reden und Statements wenden Sie sich bitte an:Pressestelle des BMWiTelefon: 01888-615-6121 oder -6131E-Mail: buero-p2@bmwi.bund.de Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie:http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen.html

Quelle: Meldung von Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWI bei