GOLDMANN: Verbesserung bei Erntehelfern geht nicht weit genug

GOLDMANN: Verbesserung bei Erntehelfern geht nicht weit genug

BERLIN, 26.01.2006 - Zu den von der Union zugesagten Nachbesserungen beim Einsatz von Erntehelfern erklärt der Sprecher für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael GOLDMANN:

Sollte die Ankündigung der Union tatsächlich verwirklicht werden, die starren Reglementierungen für Wachstumsbetriebe beim Einsatz von Erntehelfern zu lockern, wäre das ein Erfolg der Oppositionsarbeit der FDP-Bundestagsfraktion. Allerdings ist das bei weitem noch nicht ausreichend. Es ist nicht akzeptabel, dass es bei der Deckelung von 90 Prozent der im Vorjahr eingesetzten ausländischen Erntehelfer bleiben soll. Das geht an den Notwendigkeiten der Landwirtschaft und des Tourismus vorbei. Völlig unsinnig ist zudem die Regelung, dass weiterhin einem Teil der Betriebe auch dann keine weiteren Erntehelfer vermittelt werden dürfen, wenn nachweislich keine Arbeitskräfte vom heimischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das ist und bleibt ein ´Schildbürgerstreich´ der großen Koalition.

Deshalb führt an einer wirklichen und grundlegenden Korrektur der praxisfremden und unternehmensfeindlichen Eckpunkteregelung von CDU/CSU und SPD kein Weg vorbei. Aus Sicht der FDP-Bundestagsfraktion sind praxisgerechte Regelungen für Winzer, Obst- und Gemüsebauern dringend notwendig, damit die heimischen Betriebe im Wettbewerb durch einen unbürokratischen Einsatz ausländischer Erntehelfer im bisherigen Umfang bestehen können. Davon ist auch die nachgebesserte Eckpunkteregelung immer noch meilenweit entfernt.

Isabella Pfaff Telefon: (030) 227-52378pressestelle@fdp-bundestag.de