Grabenlose Hausanschluss-Sanierung mit lineTEC

Grabenlose Hausanschluss-Sanierung mit lineTEC

Schadhafte Rohr- und Leitungssysteme im Bereich der Hausanschlüsse bergen erhebliche Umweltrisiken. Einerseits gefährden austretende giftige Abwässer das Grundwasser. Andererseits belastet eintretendes Grundwasser die Kläranlage: Die Gesamtwassermenge steigt, die Wassertemperatur sinkt mit negativen Auswirkungen auf die Klärprozesse. Eine einfache, sichere und kostengünstige Lösung des Problems bietet das sogenannte lineTEC System der Vereinigten Filzfabriken AG, Giengen (VFG).Im Hinblick auf die besorgniserregende Gesamtsituation im Hausanschlussbereich, Vermutungen liegen bei einer Schadensrate von etwa 70%, besitzt das Verfahren besondere Bedeutung. Denn defekte Hausanschlüsse sind nicht nur ein objektives Problem, sondern sind bei konventionellem Austausch auch mit hohen Kosten und erheblichen Unannehmlichkeiten für die Hausbesitzer verbunden. Meist ist die Zugänglichkeit der Rohre eingeschränkt; es gilt, Gärten und Hauseingänge aufzugraben oder gar, entsprechende Arbeiten im Haus durchzuführen.

Das Problem ist mit lineTEC mühelos zu bewältigen und entlastet betroffene Privatleute und Kommunen gleichermaßen. Und es ermöglicht aktiven Umweltschutz: Die Entscheidung für präventive Maßnahmen bzw. umgehende Reparaturen fällt deutlich leichter.

Eine durchdachte Lösung

Zunächst gilt es, die Problemlage zu analysieren. Dazu untersucht ein entsprechender Fachbetrieb den betroffenen Rohrabschnitt per Satellitenkamera. Häufig ermöglicht ein Revisionsschacht auf dem Grundstück den Zugang zum Kanalsystem; Erdarbeiten entfallen somit komplett. Falls nicht, genügt das Aufgraben eines schmalen Zugangs, der kaum Oberfläche in Anspruch nimmt. Schäden von der Anschlussleitung bis zur Grundstücksgrenze lassen sich meist vom Hauptkanal her feststellen.

Ist die Situation geklärt, ordert der Betrieb bei VFG den Liner, einen in Länge und Durchmesser passenden Filzschlauch und das zugehörige Harz. Standardschläuche sind sofort lieferbar. In der Regel halten die Partnerbetriebe die Produkte bereits vorrätig. Da VFG sämtliche Schläuche in Deutschland fertigt, sind Sondermaße innerhalb kurzer Zeit verfügbar. Das Sanierungsunternehmen reinigt und glättet den Rohrabschnitt mit entsprechenden Robotern und tränkt den Liner vor Ort oder bereits im Betrieb bei nachfolgender Kühlung mit dem Harz. Nun platzieren die Profis den Liner per Einzugs- oder Inversionsverfahren im schadhaften Kanal. Dazu nützen sie wieder den Revisionsschacht bzw. die schmale Öffnung.

Während sich das Einzugsverfahren vor allem für kurze, gerade Rohrabschnitte eignet, erweist sich das Inversionsverfahren als perfekte Lösung für sämtliche Situationen: Der geharzte Schlauch wird umgestülpt, in einer Inversionstrommel aufgerollt und dann unter Wasser-, Luft- oder Dampfdruck durch ein schützendes Inversionsknie (siehe Abbildung 1) in das Altrohr eingeführt. Dabei stülpt er sich zurück, legt sich unter anhaltendem Druck ans Altrohr an und härtet aus bei Erwärmen des Rohrabschnitts mittels Wasser oder Dampf wird die Aushärtungszeit reduziert. Nun werden die Rohrenden mit Spachtelmasse angeglichen, Abzweige aufgefräst und mit vom Durchmesser und Winkel her genau passenden Hütchen versehen. Das Ergebnis: Innerhalb weniger Stunden und oft ohne Veränderung der Grundstücksoberfläche ist der Rohrabschnitt repariert und erfüllt seine Funktion wieder perfekt. Die Übergänge vom sanierten zum Altrohr präsentieren sich absatz- und wirbelfrei, die Kosten sind wesentlich geringer als bei konventioneller Vorgehensweise.