Grabkammersysteme aus Beton

Grabkammersysteme aus Beton

Moderne Kompakt-Grabkammersysteme mit abschließendem Pflanzentrog aus Betonfertigteilen bieten für viele Gemeinden eine dauerhafte und funktionale Lösung zur Bewirtschaftung ihrer oftmals überbelegten Friedhöfe. Große Städte brauchen für den Betrieb ihrer Begräbnisstätten Grab-Systeme mit hoher Effizienz, die sich in kurzer Zeit von der Bestattung, über die Bepflanzung bis zum Setzen des Grabsteins wirtschaftlich realisieren lassen. Mit der höheren Flächenkonzentration von bis zu 50 % der Reihengräber können Friedhofsämter auch ihre historischen Standorte sichern.Beim zeitgemäßen Einsatz funktionaler Grabkammern aus Beton spielt die Frage der Bodenbeschaffenheit keine Rolle mehr. Dies gilt für die Flächenbestimmung neuer oder zusätzlicher Friedhofsstandorte ebenso wie für die Nutzung urban gewachsener Friedhöfe. Ein wichtiger Aspekt, wenn man in Betracht zieht, dass laut einer geologischen Untersuchung allein in Baden-Württemberg rund 50 % aller Bodenflächen für Bestattungen in Erdgräbern ungeeignet sind. Flussnahe Standorte mit hohem Grundwasserspiegel oder hohe Ton-, Lehm- und Lößkonzentrationen im Boden machen eine sinnvolle Friedhofsbewirtschaftung im Rahmen der angemessenen und gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten fast unmöglich. So wäre im Raum Tübingen eine Mindestruhezeit von rund 30 Jahren erforderlich, um den biologischen Abbau der sterblichen Überreste bis zur „Endruhe“ abzuwarten.

Sind Grabkammersysteme aus Beton im Einsatz, können auch bei hoher Flächenkonzentration die einzelnen Grabfelder individuell und ohne Beschädigung der benachbarten Gräber belegt werden.

Die einzelnen Grabkammern oder Systeme für Reihengräber werden bei der Ackermann Ökotec GmbH, Baden-Baden, im Betonwerk aus Betonen der Qualität XC 35 oder XC 25 nach Anforderung des jeweiligen Standortes mit unterschiedlichen Zuschlagstoffen gefertigt.

Grabkammersysteme aus Beton gelten als Ingenieurbauwerke. Sie unterliegen als unterirdische Bauwerke behördlichen Genehmigungen durch die Landratsämter. Nach bodenkundlicher Beurteilung durch Geologen und ggf. einer Projektstudie seitens der Hersteller setzen fachkundige Planer der Gemeinden und Kommunen die Friedhofsanlagen um.
Bei offenen Grabkammersystemen stehen die 1,06 x 2,32 Meter großen und rund 900 kg schweren Betonelemente auf einer luftdurchlässigen Schottertragschicht und einer Erdkompostmischung auf. Der abschließende Pflanzkübel aus Beton wird separat entwässert.
Friedhöfe werden bislang selten ökonomisch bewirtschaftet. Mit einem ungünstigen Kostendeckungsgrad von derzeit cirka 40 % stellen sie für Städte und Gemeinden einen hohen Kostenfaktor dar, der aufgrund der demographischen Entwicklung bedacht sein will. Wirtschaftliche Systeme aus Beton sichern langfristig einen funktionalen Friedhofsbetrieb, der auch die Ansprüche von Angehörigen in Bezug auf räumliche Qualität und Pietät erfüllt. Friedhöfe sollen auch künftig Orte der Ruhe und Beschaulichkeit bleiben, selbst wenn sie nach heutigen Gesichtpunkten, funktional, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll betrieben werden. Mehr Informationen zum Bauen mit Beton finden Sie unter www.beton.org