Granit

Unter Graniten versteht man magmatische, massige Tiefengesteine, welche recht grobkristallin und reichhaltig an Feldspaten sowie Quarz sind. Darüber hinaus zählen zu den Graniten auch dunkle Minerale, beispielsweise Glimmer. Die mineralogische und chemische Zusammensetzung von Granit stimmt mit der des Vulkangesteins Rhyolith überein. Granit gibt es in unterschiedlichen Farben, die von hellgrau über blau, rot bis hin zu gelblich reichen. Es entsteht, wenn die Magma in der Erdkruste erstarrt, in der Regel mindestens zwei Kilometer in der Tiefe. Bei gewissen Schmelztemperaturen bilden sich die Kristalle, angefangen mit den dunklen Mineralien, später folgen Quarz und Feldspat. Viele Granite zeichnen sich durch natürliche Radioaktivität aus, denn in ihnen sind oft Spuren radioaktiver Elemente wie Rubidium oder Uran enthalten.

Granite kommen in der Erdkruste häufig vor, in Deutschland findet man sie beispielsweise in den Alpen, im Bayerischen Wald, im Erzgebirge, im Fichtelgebirge, im Harz, im Odenwald und im Schwarzwald. Andere mitteleuropäische Fundorte umfassen das Mühlviertel in Österreich, das Strehlener Granitmassiv, das Riesengebirge bei Schreiberhau in Polen, und das Eisengebirge in Tschechien.

Da Granite sehr hart, widerstandsfähig, wetterfest und auch gut polier- und schleifbar sind, kommt ihnen im Bauwesen eine wichtige Rolle zu. Man setzt sie unter anderem als Schotter im Bahnbau ein, als Bordstein, Pflasterstein oder Poller im Straßenbau, als Rabattenstein, Tränke oder Brunnen in Gärten, als Boden- und Treppenbelag, Arbeitsplatte oder Fensterbank im Innenausbau oder auch als Außenwandbekleidung. Beachtet werden bei der Verwendung von Granit muss die Wasseraufnahme, die Biegezugsfestigkeit, die Druckfestigkeit, die Salzbeständigkeit, die Frostbeständigkeit, die Reindichte und der Abrieb gemäß der entsprechenden Anforderungen der europäischen Prüfungsnormen.