Gründach“-Abdichtung Kasematten Saarlouis:

Gründach“-Abdichtung Kasematten Saarlouis:
WOLFIN hält die Stellung

Als Ludwig XIV. von Frankreich 1680 Saarlouis gründete, gab er seinem berühmten Festungsbauer Vauban den Auftrag, die Stadt als befestigten Brückenkopf gegen das Reich auszubauen. Das half nicht lange. Die Preußen drehten 1815 den Spieß um und machten Saarlouis zum Bollwerk gegen Frankreich. Heute flanieren Franzo-sen, Preußen und andere Deutsche friedlich über den Boulevard zwischen der alten Kaserne und den Festungswällen. Und sie freu-en sich, dass es in den zu Restaurants umgebauten Kasematten Besseres gibt als nur Kommissbrot.
Von der ursprünglich mehr als 12 km langen Befestigungsanlage ist nur noch an der Nordseite ein etwa 120 m langes Bauwerk erhalten, dessen Gewölbe zur längsten Theke des Saarlands ausgebaut wurden, einer Kette von 12 urigen Kneipen und ge-mütlichen Spezialitätenrestaurants für jeden Geschmack.

Dass dies überhaupt möglich ist, ist einer umfassenden Sanierung zu verdanken, die in dieser Form ohne Beispiel ist. Auf dem Erdwall über den alten Gewölben hatte sich im Lauf der Zeit ein Wäldchen gebildet, schön anzusehen, aber gefährlich für das Bauwerk. Denn die Wurzeln drohten die Gewölbe zu sprengen und schufen Kanäle, durch die das Regenwasser in die Restaurants eindringen konnte. So beschloss die Stadt, den Wald zu fällen. Dabei kam man buchstäblich vom Regen in die Traufe. Was die Bäume zuvor aufgefangen hatten, floss jetzt unge-hindert durchs Erdreich. Schnelles Handeln war angesagt.

Keine Lösung von der Stange
2002 wurde die Sanierung ausgeschrieben. Das Saarlouiser Ingenieur-büro Thomas Ludewig entwarf ein Sanierungskonzept, das die Restau-rierung des Mauerwerks und der Gewölbe, die Standsicherheit und den behutsamen Einbau einer modernen Infrastruktur ebenso umfasste wie Abdichtung, Reprofilierung und Begrünung der Wälle. Das Hauptpro-blem: Es gab für diese Art von Dachsanierung kein Vorbild und damit keine Lösung von der Stange, auf die man hätte zurückgreifen können. Ludewig machte sich auf die Suche und wurde fündig. In Sachen Ab-dichtung bei WOLFIN von Henkel Bautechnik.

Gegen eindringendes Wasser gerüstet
Im Februar 2003 rollten die Baufahrzeuge an. Das ursprüngliche Wall-profil war im Lauf der Zeit größtenteils verloren gegangen. So musste mit den alten, nutzlos gewordenen Durchdringungen auch 4.700 m³ Erd-reich abgetragen, neu aufgeschüttet und wieder so planiert werden, dass für die Abdichtungslage ein planer Untergrund entstand. Dieser Untergrund musste so feinkörnig sein, dass der Abdichtung nicht auch von unten Gefahr drohte. Größere Steine suchten die Arbeiter der aus-führenden Unternehmen Monti GmbH (Merchweiler) und Ratzky GmbH (Neunkirchen) von Hand heraus, bevor sie das Schutzvlies verlegten. Als Abdichtung kam die Dach- und Dichtungsbahn WOLFIN M zum Ein-satz. Diese hochwertige, seit 40 Jahren bewährte, homogene hochpo-lymere Kunststoffbahn bietet mit ihrer robusten Dicke von 1,5 mm die Gewähr, dass sie auch nach ihrem „Verschwinden“ im grünen Hügel weder von unten noch von oben perforiert wird. Dazu gehört auch bei einem Sondereinsatz unter Grün besonders wichtig die geprüfte Durchwurzelungsfestigkeit nach den FLL-Richtlinien. Die Abdichtung insgesamt 4.500 m² wurde von den höchsten Stellen des Walls bis zu zum Anschluss an die innenliegenden Entwässerungsrinnen für das
Oberflächenwasser geführt. Die mussten aus optischen Gründen hinter den Gesimsen versteckt werden eine außenliegende Regenrinne mit Fallrohr wäre dem Charakter des Militärdenkmals nicht gerecht gewor-den. Die Nähte wurden heißverschweißt und vor der Begrünung zur Si-cherheit komplett vakuumgeprüft. Denn auf die Sicherheit kommt es bei militärischen Anlagen an. Auch im Frieden. HS

Weitere Informationen über WOLFIN und Teroson finden sich auch im Internet unter www.wolfin.de bzw. www.teroson-bautechnik.de