Gummiketten für Minibagger

Es gibt viele verschiedene Arten an Baumaschinen, doch die Baumaschinen in Kleinformat bilden eine ganz besondere Gruppe innerhalb des Bereiches Baufahrzeuge.

Diese werden vor allem auch auf Baustellen verwendet, auf denen aus Platzgründen keine Maschine ihre notwendigen Arbeiten verrichten kann. Diese kleinen Baumaschinen haben in der Bevölkerung auch schon Kosenamen bekommen, von Erdbeerpflücker bis Bananenschaufel, aber diese kleinen Baumaschinen sind vollwertige Baumaschinen, die nur den kleinen Nachteil haben, dass beispielsweise mit der Baggerschaufel mit einem Hub keine Hunderte von Kilogramm an Erdreich ausgehoben werden. Doch nun ist auch unter den Herstellern ein kleiner Streit wegen der Ketten entbrannt, die bislang immer noch aus Stahl gefertigt wurden.

Die Diskussion dreht sich um Gummiketten für Minibagger, mit denen sich der Geräuschpegel auf dem Acker nicht sonderlich verringert, sondern nur auf dem Asphalt. Dort wird der Geräuschpegel mit den Gummiketten erheblich gesenkt. Doch wann fährt der Minibagger auf Asphalt, wehren sich die Gegner der Gummiketten für Minibagger. Jedes Mal, wenn eine solche Maschine auf einen Hänger geladen muss, um den Minibagger auf eine andere Baustelle zu transportieren, muss sich der Minibagger auf dem Asphalt bewegt werden. Damit dieser nicht von den Stahlketten einer solch kleinen Maschine beschädigt wird, fordert jetzt eine bislang noch kleine Lobby die neuen Ketten aus Gummi.

Doch gerade hier liegt das Problem der Gegner der Gummiketten, die erheblich öfter gewechselt werden müssen als die Stahlketten, die normalerweise während des ganzen Betriebslebens eines solchen Minibaggers halten. Die mit der Findung der richtigen Gummimischung beauftragten Techniker haben auch bereits eine sehr stabile und tragfähige Mischung entwickelt, die nicht nur das Gewicht des Minibaggers mühelos tragen kann, sondern auch einen sehr geringen Abrieb des Gummis bei Querbewegungen entwickeln. Der Nachteil allerdings liegt bei den Gummiketten für Minibagger jedoch in der schnellen Beschädigung, behaupten die Kritiker nicht ohne Grund.

Spitze Steine und andere Gegenstände könnten in die Gummiketten eindringen und diese beschädigen. Befinden sich beispielsweise Nägel auf dem Weg, den der Minibagger zurücklegen muss, so können diese fast mühelos in das Gummi eindringen und sich dort festsetzen. Sie müssten bei der Überprüfung der Kette mühsam mit einem Messer oder ähnlichem Werkzeug aus dem Gummi entfernt werden und würden sogleich eine Vertiefung im Gummi hinterlassen, in die sich auch wiederum andere Gegenstände setzen könnten. Daher kann man überhaupt noch nicht genau festlegen, wie stark bzw. dick eine solche Gummikette sein muss, damit diese mindestens ein ganzes Jahr hält. Welche Kosten während der gesamten Lebensdauer eines Minibaggers dann wirklich entstehen würden, kann bislang noch niemand genau sagen.