Guter Ton verbindet

Guter Ton verbindet
Ziegelei Walther ein Jahr nach ihrer Ãœbernahme.

Vor gut einem Jahr wurde das süddeutsche Traditionsunternehmen Walther Dachziegel GmbH, Langenzenn, von den niedersächsischen Jacobi Tonwerken übernommen. Trotz des harten Wettbewerbs in der Branche, wird die Jacobi-Firmengruppe mit ihren mehr als 500 Mitarbeitern an den drei Produktionsstandorten im niedersächsischen Bilshausen, auch Hauptsitz der Gruppe, Duderstadt sowie Langenzenn bis Ende dieses Jahres einen Umsatz in Höhe von 75 Mio. Euro erwirtschaften. Das entspricht einem zweistelligen Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Besonders das Unternehmen Walther ist an diesem Ergebnis mit einem Plus im deutlich zweistelligen Bereich beteiligt. Die beiden Unternehmen Jacobi Tonwerke und Walther Dachziegel halten damit einen Marktanteil von über 10% in der deutschen Dachziegelindustrie.Der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Jacobi und der Geschäftsführer Horst G. Walther ziehen heute gemeinsam Bilanz:

Neben den Produkten aus Ton verbindet die beiden Mittelständler weit mehr. Beide Unternehmen werden seit vielen Generationen von den Familien geführt. Beide vereint eine ähnliche Philosophie in der Unternehmensführung und in ihren Wertvorstellungen.
Deshalb stellt Jacobi heute fest: „Wir haben absolut Veranlassung, mit unserer Entscheidung zufrieden zu sein. Das letzte Jahr hat uns gezeigt, dass wir in der Lage sind, unser gemeinsames Credo „Der gute Ton verbindet.“ auch Bestandteil des Logos der Unternehmensgruppe nach innen und außen zu leben.“ So ebnete nicht zuletzt das partnerschaftliche Verhältnis zwischen ihm und dem Geschäftsführer der 100-prozentigen Tochtergesellschaft, Horst Walther, den Weg für eine zielorientierte Planung der mit der Übernahme notwendig gewordenen Umstrukturierung. Das überdurchschnittliche Engagement der Mitarbeiter beider Unternehmen bei der konsequenten Umsetzung dieser Maßnahmen ermöglichte innerhalb der Gruppe im vergangenen Jahr die Realisierung erheblicher Einsparpotentiale in Vertrieb, Verwaltung und Einkauf.

Als Vollsortimenter bieten die beiden Unternehmen dem Markt gemeinsam ein ausgewogenes Produktportfolio mit mehr als 25 verschiedenen Dachziegelmodellen in zahlreichen Farbnuancen. Die Firmengruppe deckt mit ihrem lückenlosen Vertriebsnetz das gesamte Bundesgebiet ab: Walther vertreibt seine Produkte im süddeutschen und südwestdeutschen Raum und Jacobi bearbeitet Nord-, Ost- und Westdeutschland. “Insgesamt gesehen“, so resümiert Horst Walther, „ergänzen wir uns gegenseitig also optimal.“ Die letztendlich positive interne und externe Resonanz auf die Übernahme sieht Walther vor allem auch in der Tatsache begründet, dass neben ihm die Verkaufsleiter und die Topverkäufer nach wie vor im Unternehmen sind. „Wir sind für unsere Kunden und den Handel ein berechenbarer Faktor mit stabilen innerbetrieblichen Konstellationen geblieben.“

Anfängliche Skepsis und Sorge um die Arbeitsplätze von Seiten des
Walther-Betriebsrates sind inzwischen einem vertrauensvollen und konstruktiven Verhältnis zur Jacobi-Führungsspitze gewichen. Dazu beigetragen hat zum einen die Tatsache, dass durch Neueinstellungen bei Walther die Gesamtzahl der Mitarbeiter nach der Übernahme sogar erweitert werden konnte. Außerdem weiß die Mannschaft in Langenzenn heute, dass Jacobi auch zukünftig am Standort investieren wird.

Nachdem im Zuge des Konzentrationsprozesses in der Branche in 2006 zwei weitere traditionsreiche Mittelständler von Großkonzernen übernommen wurden, stellt sich die Frage, ob auch der Jacobi-Firmengruppe dieses Los drohen könnte? Jacobi hierzu selbstbewusst: „Die Gefahr einer Übernahme ist nicht gegeben, da wir erstens nicht verkaufen wollen und zweitens alles tun, um die Eigenständigkeit unserer Unternehmens-gruppe weiter zu sichern. Wir produzieren kosteneffizient mit modernsten Fertigungs-anlagen, bieten dem Markt qualitativ hochwertige Produkte und stellen unsere Kunden und Partner mit einer gut gewappneten, hoch motivierten Belegschaft zufrieden.“

Und wie geht es weiter? Besonders Horst Walther freut sich auf die gemeinsame Messepräsenz auf dem wohl wichtigsten Branchenereignis der europäischen Bauindustrie, der BAU in München, vom 15. 20. Januar 2007. „Die BAU ist für uns ja quasi ein Heimspiel. Schon deshalb ist diese Messe seit vielen Jahren für das Unternehmen Walther ein Muss. Und besonders in 2007 möchten wir diesen Auftritt nutzen, um unseren Marktpartnern und Kunden die durch die Übernahme gewonnene Stärke und Flexibilität zu demonstrieren.“