Hanffaser und die Einsatzmöglickeiten von Hanffaser

Einer der ältesten Baustoffe ist die Hanffasser.

Schon 2800 v. Chr. wurde die Hanffasser zur Herstellung von Seilen, Tauen und Segeltuch verwendet. Zur Kälte- und Wärmedämmung beim Hausbau nutzte man die Hanffaser über die Jahrhunderte immer häufiger. Heute ist die Hanffaser ein sehr wichtiges Baumaterial geworden und kommt wieder zu neuen Ehren, denn ökologisches Bauen wird immer wichtiger. Hanf als nachwachsender Rohstoff zeigt sich in vielen Bereichen heute unverzichtbar und ist unkompliziert in der Anwendung. Vielseitige Einsatzgebiete beim Hausbau sorgen dafür, dass Hanf als traditioneller Baustoff heute wieder im Trend liegt.

Besonders Allergiker setzen heute beim Hausbau auf Hanffassern zur Dämmung, doch auch Ziegel lassen sich aus Hanf produzieren und sorgen für ein optimales Raumklima, denn die Mischung zwischen Hanfschäben, Zement und Lehm wirken stark isolierend und beeinflussen das Raumklima positiv. Kälte-, Wärme- und Schallschutzdämmung ist das Einsatzgebiet beim Bauen. Da Hanf von Natur aus resistent gegen Ungeziefer ist, wird beim Anbau auf Insektizide verzichtet und somit belasten auch nachträglich keine Giftstoffe den Wohnbereich.

Durch die Resistenz gegen Ungeziefer ist es auch nach dem Bau nicht nötig Hanfdämmungen gegen Ungeziefer zu behandeln. Zusätze wie Borax oder Wasserglas sorgen dafür, dass Hanfdämmungen unter die Brandschutzklasse B2 fallen und somit unkompliziert für die Dämmung in Wohngebäuden verwendet werden kann. Hohe Wärmedämmung ist nur ein großer Vorteil, denn auch unter Bodenbelägen eignet sich Hanf als Schallschutzdämmung. Da Hanf kompostierbar und ohne Rückstände verbrennbar ist, können auch die Überreste nach dem Bau problemlos entsorgt werden, was ein weiterer Vorteil ist und auch Entsorgungskosten einspart.

Für die Trittschalldämmung werden in der Regel 3 mm dicke Vliese angeboten. Diese können einfach ausgerollt werden und so verlegt werden, da sich Hanf gut schneiden lässt, ist eine optimale Anpassung auch in verwinkelten Räumen möglich. Das Verlegen ist sowohl bei Neubauten als auch bei Bestandsimmobilien möglich. Auch zur Wärmedämmung werden sowohl Hanfmatten oder spezielle Ziegel und Putze mit Hanfzusatz angeboten. Alle Baumaterialien aus Hanf sind genauso zu verarbeiten wie herkömmliche Baustoffe. Spezielle Werkzeuge werden für die Verarbeitung nicht benötigt, sodass vorhandenes Werkzeug problemlos genutzt werden kann. Tipps zu den Einsatzmöglichkeiten und der breiten Palette an Hanfbaustoffen, bieten Händler und Bauunternehmer die sich auf ökologisches Bauen spezialisiert haben. Der Umgang mit den natürlichen Baustoffen ist aber unkompliziert und so können auch Laien gut mit den ökologischen Baustoffen aus Hanf arbeiten. Da weder Rückstände von Chemikalien noch sonstige gefährliche Stoffe in Hanfbaustoffen vorhanden sind, ist ein besonderer Arbeitsschutz nicht nötig. Wichtig ist es, letztlich darauf zu achten, die Baustoffe aus Hanf trocken zu lagern.