Heidelberger Beton: 500 Gründungspfähle für neues Möbelhaus in Frankfurt Nieder-Eschbach

Heidelberger Beton: 500 Gründungspfähle für neues Möbelhaus in Frankfurt Nieder-Eschbach
Im Februar des nächsten Jahres wird im Gewerbegebiet Nieder-Eschbach, direkt an der A661 zwischen der Züricher und der Baseler Straße, ein neues Einrichtungshaus mit über 22.000 Quadratmetern Verkaufsfläche seine Tore öffnen. Bis aber die ersten Regale von den Kunden in die Autos geladen werden können, haben die auf dem 56.470 Quadratmeter großen Gelände derzeit tätigen Bauunternehmen noch jede Menge zu tun. Der Zeitdruck ist groß, denn es wurde nur rund ein Jahr Bauzeit für das neue Gebäude samt Parkflächen veranschlagt. Um das vorhandene Grundstück in Nieder-Eschbach optimal auszunutzen, werden drei zweistöckige Parkdecks für rund 2.000 Stellplätze errichtet, eines davon unter dem eigentlichen Verkaufsgebäude. Das Einrichtungshaus selbst wird mit zwei Stockwerken über dem mittleren Parkdeck errichtet. Mittels eines Verkehrsleitsystems werden später die ankommenden Fahrzeuge wie am Flughafen mit grünen Pfeilen auf die noch freien Stellflächen gelotst. Damit die Besucher problemlos in das Möbelhaus und mit ihren Einkaufswagen wieder zurück zum Auto gelangen, gibt es auf der Westseite des Hauses ein Eingangsgebäude mit zahlreichen Rolltreppen, Treppen und Aufzügen. Auch ein unterirdischer Fluchttunnel ist unter dem Einrichtungshaus geplant.

Die Spezialtiefbauarbeiten für das Projekt laufen seit März. Hierzu gehört die Herstellung von Stützwänden und Gründungspfählen. Das ausführende Unternehmen, Züblin Spezialtiefbau GmbH aus Stuttgart, muss bis Mitte Juli insgesamt rund 500 Gründungspfähle gebohrt und betoniert haben. Hierfür ist ein Sondervorschlag beauftragt worden, bei dem unter jedem Lastpunkt ein Pfahl ein sogenannter Monopile hergestellt wird. Die größten Pfähle, auf die später die Stützen des Einrichtungshauses und der Parkdecks gestellt werden, haben einen Durchmesser von 2 m. Die Mehrzahl der Pfähle hat einen Durchmesser von 90 cm und 1,50 m.

Die Löcher für die Gründungspfähle werden im Drehbohrverfahren 5 bis maximal 10 m tief durch Löß- und Sand/Kies-Schichten gebohrt. Nach dem Einbringen des Bewehrungskorbs wird der Beton direkt aus den Fahrmischern der Wetterauer Lieferbeton, einem Beteiligungsunternehmen von Heidelberger Beton, über einen Trichter mit Schüttrohr in das Loch geschüttet. Um einen Bohrpfahl von 2 m Durchmesser herzustellen, werden allein rund 22 Kubikmeter Beton benötigt. Zum Einsatz kommen Betone verschiedener Festigkeitsklassen von C 20/25 bis C 30/37, die aus dem nahe gelegenen Lieferwerk Rosbach-Rodheim und einem Ersatzwerk kommen. Insgesamt werden für die Bohrpfähle und Stützwände rund 7.500 Kubikmeter Beton verbaut.

Da später direkt auf die Gründungspfähle die bis zu 21 m langen Betonstützen für die Beton-Fertigteilkonstruktion montiert werden sollen, hat sich das Tiefbauunternehmen für eine besondere Verbindungslösung entschieden: Die Ankerbolzen für die Fertigteilstützen werden nach dem System des finnischen Herstellers Peikko gleich nach dem Betonieren justiert und in den noch frischen Beton der Pfähle eingebaut. Dieses System ersetzt die sonst notwendigen Köcherfundamente und bringt damit eine hohe Zeitersparnis. Da es unterschiedliche Stützenvarianten gibt, werden je nach Typ bis zu 8 Ankerbolzen pro Pfahl gesetzt. Dabei ist besondere Maßarbeit gefragt, denn es gibt später, je nach Anschlusstyp, nur einen geringen Spielraum von 10 bis 16 mm für die Verbindung von Ankerbolzen und Fertigteilstütze. Mit punktgenauer Verbindungstechnik und einer perfekten Betonliefer-Logistik der Wetterauer Lieferbeton lassen sich so die 500 Gründungspfähle Stück für Stück im Zeitplan erstellen.
Bildunterschriften:
Bild 1: Die Löcher für die Gründungspfähle werden im Drehbohrverfahren 5 bis maximal 10 m tief durch Löß- und Sand/Kies-Schichten gebohrt. Nach dem Einbringen des Bewehrungskorbs wird der Beton direkt aus den Fahrmischern über einen Trichter mit Schüttrohr in das Loch geschüttet. Foto: Heidelberger Beton/Steffen Fuchs

Bild 2: Da später direkt auf die Gründungspfähle bis zu 21 m lange Betonstützen für die Beton-Fertigteilkonstruktion montiert werden sollen, werden die Ankerbolzen für die Verbindung der Fertigteilstützen gleich nach dem Betonieren justiert und in den noch frischen Beton der Pfähle eingebaut. Foto: Heidelberger Beton/Steffen Fuchs
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