Heizen durch Erdwärme

Die Nutzung von Erdwärme für Heizzwecke erfolgt in der Regel meist über Grundwasserbrunnen mit Wiederversickerung oder sogenannte Erdwärmesonden. Diese Variante des Heizens wird mittlerweile von der Bevölkerung sehr bevorzugt. Erdwärme kann nahezu überall gewonnen werden. Zu beachten ist jedoch, dass jedes Vorhaben zur Erdwärmenutzung bei den jeweils zuständigen Umweltämtern der kreisfreien Städte beziehungsweise bei den Landratsämtern angezeigt werden muss. Bei Tiefbohrungen über 100 m muss noch zusätzlich nach dem Bergrecht die Landesbergdirektion informiert werden. Häufig übernimmt dies jedoch das beaufragte Bohrunternehmen. Diese Verwaltungsbehörden geben Auskunft über die eventuelle Lage der geplanten Erdwärmesonden und darüber hinaus prüft die Behörde ob auch der geplante Bau aufgrund besonderer Georisiken möglich ist oder nur mit entsprechenden Auflagen vorgenommen werden kann. Der Bau sowie der Betrieb von Sonden in den Zonen I, II und III/IIIA in Wasserschutzgebieten ist grundsätzlich verboten. Weiterhin sollte geprüft werden, ob die geplante Sonde den Mineralwasserbrunnen, Heilquellen oder sonstige sensible Grundwassernutzungen gegebenenfalls beeinträchtigen könnte. Es wird empfohlen, im Vorfeld der Baumassnahmen eine Vorbohrung mit detaillierter geologischer Aufnahme sowie anderenfalls wenn erforderlich eine geophysikalische Bohrlochvermessung durchführen zu lassen. Zur Festlegung der Anzahl, Verteilung und Tiefe der Erdwärmesonden wird auch hier vorgeschlagen, im Vorfeld der Baumassnahme die Auslegung des Sondenfeldes mit einem numerischen Modell zu simulieren oder besser gesagt zu optimieren. Zuletzt ist für die Nutzung von Erdwärme durch Grundwasserbrunnen mit Wiederversickerung zu empfehlen, Häusergruppen oder gar ganze Baugebiete gemeinsam durch ein System von Entnahmebrunnen sowie Wiederversickerungsstellen zu beheizen aufgrund deshalb weil die Grundstücke von Einzelhäusern oftmals zu klein sind beziehungsweise nicht ausreichen.