Herbstzeit ist Nebelzeit

Herbstzeit ist Nebelzeit
Schmid: "Bei Nebel Geschwindigkeit reduzieren"
Jedes Jahr sind immer wieder Verletzte und Tote durch Auffahrunfälle zu beklagen, die auf Nebel zurückzuführen sind. Allein im Jahr 2001 kamen auf bayerischen Straßen bei 119 Nebelunfällen mit Personenschaden vier Menschen ums Leben, 53 wurden schwer und 140 leicht verletzt. Auch am 23. November 2003 starb bei einer Massenkarambolage im dichten Nebel in der Oberpfalz bei Schwandorf ein Mann, 15 Menschen wurden verletzt. Die Hauptursachen der Verkehrsunfälle waren fast ausnahmslos übererhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Abstand. Gerade im Herbst müssen die Verkehrsteilnehmer damit rechnen, dass Nebelschwaden die freie Sicht beeinträchtigen. Deshalb appelliert Innenstaatssekretär Georg Schmid an alle Kraftfahrer, bei Nebel die Geschwindigkeit sofort den herrschenden Sichtverhältnissen anzupassen und einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten.
Nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ist bei Nebel das Tempo zu reduzieren, denn die Sichtverhältnisse können sich schlagartig ändern. Die Höchstgeschwindigkeit bei Sichtweiten unter 50 Metern (= Abstand der Leitpfosten auf Autobahnen) beträgt für alle Fahrzeuge 50 Kilometer pro Stunde, soweit nicht nach den Umständen noch langsamer gefahren werden muss. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke auch angehalten werden kann. Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss so groß sein, dass der Fahrer auch dann noch anhalten kann, wenn der Vorausfahrende plötzlich bremst. Die allgemeine Regel, dass der Abstand mindestens den halben Tacho, also bei 50 km/h mindestens 25 Meter entsprechen muss, ist bei Nebel lediglich eine Minimalforderung. Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte hier zur eigenen Sicherheit deutlich größer sein. Nebelschlussleuchten müssen eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. Bei größeren Sichtweiten sind Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte wegen der großen Blendwirkung wieder auszuschalten.