Herstellung und Verwendungsmöglichkeiten von Schiefer beim Haus

Schiefer ist ein immer noch beliebtes Naturprodukt und wird vorzugsweise bei Dacheindeckungen und Fassadenverkleidungen verwendet.

In den unterschiedlichsten Formationen bei Dacheindeckungen von den Handwerkern verarbeitet, bietet es optisch sehr ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem ist Schiefer für sich ein sehr widerstandsfähiges Baumaterial, trotz vieler Umwelteinflüsse in unserer heutigen Zeit. Schiefer ist im Laufe der Evolution durch Druck und Hitze aus sehr feinem Tonschlamm entstanden. Aufgrund der Durchsetzung mit anderen Mineralien entstand so die Struktur, wie wir sie heute kennen. Schiefer lässt sich aufgrund dieser Zusammensetzung sehr gut spalten. Schiefer wurde bereits in früheren Jahrhunderten für Kirchen und Schlösser verwendet. Lange Zeit war Schiefer als Baumaterial nicht mehr up-to-date. In den letzten Jahren jedoch sieht man wieder vermehrt mit Schiefer neu eingedeckte Dächer oder Fassadenverkleidungen. Ganze Regionen werden mittlerweile in ihrem Ortsbild durch dies Material geprägt. Speziell in der Eifel und auch im Bergischen Land findet man viele mit Schiefer verschönerte Häuser. In der Eifel wohl bedingt auch dadurch, dass man dort eine größere Anzahl an Schieferbergwerke vorfindet, in denen der Schiefer mit modernster Technik abgebaut werden kann.

Das hat wiederum auch zur Folge, dass Schiefer mittlerweile doch sehr im Preis gesunken ist und so für fast jeden Häuslebauer oder Renovierungswütigen bezahlbar ist. Aber auch viele andere Einsatzmöglichkeiten bietet der Naturstein Schiefer. So eignet er sich, bedingt durch eine ausgeprägte Wärmeleitfähigkeit ganz besonders für die Verlegung bei Fußbodenheizungen. Der Schiefer sorgt dafür, dass die Wärme optimal und gleichmäßig in den Räumen verteilt wird. Gleichzeitig ist Schiefer sehr unempfindlich. Für die verschiedenen Einsatzarten muss man allerdings auch unbedingt auf die Mineralhärte des zu verwendenden Schiefers achten. Nach der Verlegung wird der Boden mit einem Spezialmittel imprägniert und ist danach gegen aggressive Flüssigkeiten resistent. Aber auch zur dekorativen Verkleidung von Kaminen oder auch Waschbecken und –tischen wird heute gerne auf Schiefer zurückgegriffen, da durch seine Gestaltungsmöglichkeiten die Individualität eines Raumes sehr gut herausgestellt werden kann. Außerdem fasziniert der zurückhaltende, anthrazitfarbene matte Schimmer den Betrachter. Doch nicht nur in anthrazitfarben ist Schiefer verfügbar. Auch andere Farben wie grau, schwarz, grün, rot, braun und blau sind im Handel erhältlich und erlauben eine vielfältige Kombination mit anderen Materialien. Die professionelle Verarbeitung von Schiefer stellt an einen Handwerker große Ansprüche. Ein gewisses Fingerspitzengefühl für das Material muss vorhanden sein, da es je nach Anwendungsbereich auf eine bestimmte Dicke gespaltet werden muss oder für die verschiedensten Arten der Dacheindeckungen in Form zu bringen ist. Dies alles geschieht in Handarbeit. Neben den genannten Innen- und Außenbereichen ist Schiefer aber auch ein ideales Material, um Gärten gestalterisch in Form zu bringen.