Hüttenbims

Hüttenbims ist ein Leichtzuschlag zur Produktion von Leichtbeton im Hoch- sowie Tiefbau.

Man stellt ihn auf künstliche Weise her. Zur Bildung von Hüttenbims kommt es, wenn Hochofenschlackenschmelze mit Wasser aufschäumt. Bei diesem Vorgang entstehen aus dem Wasser, das verdampft, Poren. Diese Poren schließen die Luft ein. Durch gezieltes Beimengen von Wasser, wenn man die Schlacke ausgießt, kommt es zur Entstehung einer Porosierung oder Schäumung. Es ist also praktisch ein Abfallprodukt. Seine Eigenschaften ähneln denen von Naturbims. Er setzt sich ganz und gar aus der Schlacke bei der Erzeugung von Roheisen zusammen. Ein Nachteil von Hüttenbims ist die vermutete Radioaktivität, die jedoch in wissenschaftlichen Untersuchungen bisher nicht festgestellt werden konnte. Von Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit des Materials. Es kann recycelt und wiederverwendet werden.

Neben der Herstellung von Leichtbeton, für die sich Hüttenbims wegen seiner guten Wärmedämmwirkung eignet, wird Hüttenbims auch in fein zermahlener Form als Holzschleifmittel verwendet. Aus Sicht der Betontechnologie eignet sich Hüttenbims allerdings aufgrund der weniger günstigen und in der Regel grobporigen Kornform weniger, denn um dieselbe Festigkeit zu erzielen, ist eine höhere Menge an Zementleim nötig. Dadurch wird die Rohdichte des Betons höher. Günstig ist die Verbindung zwischen dem Zementstein für raue Oberflächen. Allerdings nimmt sie weniger Wasser auf als Naturbims. Im Gartenbau nutzt man Bims, um ihn Substraten beizufügen. Außerdem nutzt man Bims, um bei Jeans den sogenannten Stone-Wash-Effekt zu erzielen, und bei der Pediküre zum Abschleifen der Hornhaut von den Füßen. Ebenfalls eingesetzt wird Bimsstein in Pulverform in der Zahntechnik.