Infos für Vermieter und Verkäufer von Wohnungen und Häuser

Darauf sollten Verkäufer und Vermieter achten:

Seit 2008 ist es amtlich, denn seitdem müssen Verkäufer und auch Vermieter Käufern und Mietern einen Energieausweis vorlegen, von dem im Endeffekt alle profitieren, denn er zeigt die Vor- und Nachteile eines Hauses. Der Energieausweis zeigt den Handlungsbedarf, denn er listet die Schwachstellen des Hauses auf und ebenso, welche Maßnahmen man ergreifen kann, um diese zu modernisieren. Somit leistet der Energieausweis einen Beitrag zum Umweltschutz, denn er schont nicht nur Energiereserven, sondern entlastet auch den Geldbeutel.

Der Energieausweis ist für alle Wohnhäuser, die bis zum 31. Dezember 1965 erstellt wurden, ebenso Pflicht, wie für alle Nichtwohngebäude. Durch einen Energieausweis kann man ablesen, ob ein Haus viel oder wenig Energie verbraucht und wie man den Verbrauch senken kann. So wird bereits vor dem Kauf oder dem Unterschreiben des Mietvertrages klar, welche Kosten auf einen zukommen, denn durch den Energieausweis werden diese Kosten transparent.

Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten, einmal als Verbrauchsausweis und einmal als Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis, der um die 30 Euro kostet, zeigt den bisherigen Energieverbrauch des Hauses und seiner Bewohner und er wird mit Hilfe von mindestens drei aufeinanderfolgenden Heizkostenabrechnungen berechnet. Witterungseinflüsse und Leerstände werden natürlich berücksichtigt. Der Verbrauchsausweis zeigt daher lediglich das Verhalten der derzeitigen Mieter hinsichtlich des Energieverbrauchs. Im Gegensatz dazu stellt der Bedarfsausweis den Zustand des Hauses dar, indem er alle Bauteile wie Außenwände, Keller, Dachboden oder auch Fenster einbezieht und gleichzeitig Sanierungstipps gibt. Da der Bedarfsausweis mehrere Faktoren beinhaltet, liegen seine Kosten zwischen 100 und 500 Euro.

Schlechte Karten also für Verkäufer oder Vermieter von schlecht gedämmten Energieschleudern, denn leere Wohnungen gibt es fast überall mehr als genug, und wenn man ein Haus kaufen will oder eine neue Wohnung bezieht, möchte man natürlich nicht sinnlos bezahlen, sondern wählt die bessere Alternative. Wer eine gut sanierte Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, ist nun besser dran, denn durch den Energieausweis steigt die Immobilie im Wert und ist optimal zu vermieten oder zu verkaufen.

Den Energieausweis erhält man zum Beispiel von Architekten, Bau-Ingenieuren oder den entsprechenden Kammern. Da eine Vorort-Begehung des Objektes sinnvoll ist, sollte man sich verschiedene Angebote einholen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis variiert ebenso, wie die Erfahrungen der durchgeführten Beratungen. Hellhörig sollte man bei sehr günstigen Angeboten werden, denn nicht jeder, der einen Energieausweis anbietet, darf dies auch oder verkauft einen gesetzlich anerkannten Energieausweis. Man sollte darauf achten, dass sich entsprechende Anbieter das Gebäude vor Ort vom Keller bis zum Dach genau ausschaut und auch eine individuelle Modernisierungsempfehlung ausstellt. Fehlen diese Empfehlung oder das unterzeichnete Formblatt etwa, ist der Energieausweis wertlos und dies kann mit hohen Bußgeldern belegt werden.