Innendämmung von Außenwänden ohne Dampfsperre

Innendämmung von Außenwänden ohne Dampfsperre

Multipor: Innendämmung von Außenwänden ohne Dampfsperre

Komplizierte Dämm-Konstruktionen sind passé

Mit Materialeigenschaften, die ansonsten allein in der Kombination verschiedener Dämmstoffe zu erreichen sind, ist die Mineraldämmplatte Multipor besonders geeignet zur energetischen Gebäudesanierung. Dabei kann die Innendämmung von Außenwänden ohne Dampfsperre ausgeführt werden. Ständig steigende Energiekosten fordern eine effiziente Wärmedämmung unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. In Neubauten können entsprechende Maßnahmen von Anfang an in die Planung integriert werden. Problematisch wird es jedoch, wenn es sich um erhaltenswerte Fassaden im Gebäudebestand handelt. Hier sind wirksame Wärmedämm-Maßnahmen meist nur durch eine Innendämmung der Wandflächen zu leisten. Mit Multipor bietet Xella jetzt ein Dämmsystem an, das besonders zur Innendämmung von Außenwänden geeignet ist. Der vollständig mineralische Dämmstoff verfügt über eine hohe Kapillarwasserleitfähigkeit. Daher ist es möglich, die Innendämmung ohne zusätzliche Dampfsperre anzubringen. Durch handliche Formate und gute Verarbeitungseigenschaften können auch winklige und stark gegliederte Flächen schnell und einfach ausgeführt werden. Komplizierte Dämmkonstruktionen werden damit überflüssig.

Rund ein Drittel des gesamten Primärenergiebedarfs in Deutschland wird derzeit in privaten Haushalten verbraucht, ca. 77% davon allein für Heizzwecke. Mit der Anfang 2006 erfolgten Einführung des Gebäude-Energieausweises, mit dem nunmehr die Gesamtenergieeffizienz von Neubauten zwingend nachgewiesen werden muss, wurde ein weiterer Schritt in Richtung auf einen vorsichtigen Umgang mit Heizenergie getan.

Allerdings spielt das Thema Wärmedämmung nicht nur im Neubaubereich eine wichtige Rolle: Die Anzahl von renovierungsbedürftigen Altbau-Wohnungen liegt derzeit bei rund 37 Millionen. Hinzu kommen etwa 800.000 denkmalgeschützte Gebäude, die saniert werden müssen. In den meisten dieser Gebäude geht unnötig viel Energie ungenutzt verloren, weil die Dämmung ungenügend oder gar nicht vorhanden ist. Bei fast allen aber kann der Energieverbrauch durch nachträgliche Dämm-Maßnahmen deutlich gesenkt werden. Abgesehen davon, dass energetische Modernisierungen unter wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll sind, steigert optimaler Wärmeschutz auch den Zeit- und Wiederverkaufswert einer Immobilie.

Fachleute wagten sich bislang jedoch nur mit Vorbehalten an die Innendämmung der Außenwände. Die üblichen Verfahren in der Regel mit Dämmstoffen auf Mineralwoll- bzw. Polystyrolbasis ausgeführt gelten als bauphysikalisch problematisch. Auf der kalten Seite der Dämmschicht bildet sich Kondensat mit entsprechenden negativen Folgen: Die Feuchtigkeit beeinträchtigt langfristig die Materialqualität und verringert die Dämmwirkung. Um die Kondensatbildung zu verhindern, wird im klassischen Fall eine Dampfbremse vorgeschaltet. Diese kann bei glatten, ungegliederten Wänden problemlos und schnell aufgebracht werden. Schwierigkeiten bei der praktischen Ausführung ergeben sich jedoch, sobald Durchstoßpunkte, Fensterleibungen, eingemauerte Balkenköpfe und andere Details mit berücksichtigt werden müssen. Außerdem verhindert eine auf der Innenseite der Konstruktion liegende Dampfbremse auch das Austrocknen anderweitig eingedrungener Feuchtigkeit etwa durch Schlagregen oder Baufeuchte.

Einfache Dämmung
Derartig komplizierte Maßnahmen bei konventioneller Dämmausführung können mit dem Einsatz von Mineraldämmplatten deutlich vereinfacht werden. Multipor verfügt aufgrund seiner Materialstruktur über Produkteigenschaften, die ansonsten nur durch die Kombination verschiedener Materialien zu erreichen sind. Die Platten werden umweltschonend und energiesparend aus den mineralischen Rohstoffen Kalk, Sand, Zement und Wasser unter Dampfdruck hergestellt. Dabei ist die hohe Porosität für die Wärmedämmung verantwortlich. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von λR = 0,045W/(mK) gehört Multipor zur Wärmeleitfähigkeitsgruppe WLG045.

Multipor Mineraldämmplatten besitzen zum Schutz gegen direkte Feuchtigkeit, der sie zum Beispiel während der Bauphase oder auch bei Schäden im bereits verbauten Zustand ausgesetzt sein können, eine Massenhydrophobierung über den gesamten Querschnitt. Dies verhindert ein Vollsaugen des Dämmstoffes ohne jedoch das Diffusionsverhalten zu beeinträchtigen.

Tauwasser, das sich während der Nutzung innerhalb der Multipor Mineraldämmplatte bildet, wird im Gegensatz zu anderen Kunststoff- oder Mineralfaserdämmplatten von den Zellwänden der eingeschlossenen und wärmedämmenden Luftporen aufgenommen und durch das natürliche Austrocknungsverhalten des mineralischen Materials wieder der Raumluft zugeführt (kapillar wirksam). Dabei bleibt der Wärmedämmwert erhalten; der Feuchtehaushalt des Wohnraumes wird auf diese natürliche Art auch ohne die Verwendung einer Dampfsperre reguliert. Zusätzlich wird das Risiko von Schimmelbildung minimiert.

Nicht brennbar
Auch schall- und brandschutztechnisch können mit einer Innendämmung aus Multipor bauphysikalische Anforderungen umgesetzt werden. Die Klassifizierung als nicht brennbarer Dämmstoff der Baustoffklasse A1 nach EN 13501-1 ermöglicht Anwendungen in Bereichen, die anderen Wärmedämmungen verschlossen bleiben.

Multipor ist universell zur Innendämmung einsetzbar: Im Alt- und Neubau, bei denkmalgeschützten Gebäuden, Schulen, Kindergärten und Kirchen sowie im Wohnungs- und Wirtschaftbau. Der Dämmstoff kann überall dort eingesetzt werden, wo die Originalfassade erhalten bleiben soll und eine Außendämmung technisch oder rechtlich nicht möglich ist. Bei einer nur zeitweisen Nutzung von Räumlichkeiten, wie bei Schulen oder Kirchen, bringt ein rasches Anheben der inneren Oberflächentemperatur ebenfalls Vorteile für den Heizenergiebedarf.

Die Ausführung einer Innendämmung mit Multipor ist einfach und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten effizient nicht nur weil Gerüstkosten entfallen. Vielmehr sorgt das handliche Format in Kombination mit geringem Gewicht, hoher Druckfestigkeit und Formstabilität für einen schnellen Arbeitsfortschritt. Erfahrene Verarbeiter kommen auf eine Verlegeleistung von deutlich unter 10 Minuten pro Quadratmeter. Dabei können die Platten bequem von nur einem Mitarbeiter verarbeitet werden. Bei einer Plattengröße von 600 x 390 mm ist auch das Über-Kopf-Arbeiten ohne große Kraftanstrengung möglich.

Die Platten werden im Fugenverband auf einen ebenen und trockenen Untergrund geklebt, der zuvor von haftmindernden Rückständen gesäubert wurde. Dazu wird der frisch angerührte Multipor Leichtmörtel vollflächig mit einer Zahntraufel (Zahnung 10 mm) auf der Plattenunterseite aufgetragen und anschließend „durchgekämmt“. Idealerweise beträgt die Steghöhe, also die Dicke des aufgetragenen Leichtmörtels nach dem „Durchkämmen“ etwa 7-8 mm. Unebenheiten von bis zu 3 mm pro Platte sind dann unproblematisch und lassen sich leicht korrigieren. Um eine möglichst dünne, kraftschlüssige Verbindung zwischen Kleber, Platte und Wand zu erzeugen, wurden die Dämmplatten nach dem Auftragen des Klebers mit leichtem Druck auf der Wandober-fläche eingeschwommen und dann in die richtige Position gerückt. Ein Abstützen während des Abbindens ist nicht nötig. Passstücke und schwierige Anschlussdetails können einfach mit einer Handsäge sauber und exakt an die erforderlichen Maße angepasst werden. Dabei kann auch der Zuschnitt ungewöhnlicher Formen völlig unproblematisch ausgeführt werden.

Da Multipor ausschließlich auf Basis natürlicher Rohstoffe faserfrei produziert wird, ist die Verarbeitung gesundheitlich unbedenklich. Entsprechend problemlos ist auch der Rückbau. Multipor Mineraldämmplatten können ohne Vorbehandlung als Bauschutt recycelt werden. Ein Zertifikat der „Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt“ bestätigt diese ökologischen Eigenschaften.

Fazit: Durch eine Innendämmung von Außenwänden mit Multipor können wirksame Wärmedämm-Maßnahmen auch nachträglich durchgeführt werden. Die Arbeiten lassen sich schnell und einfach durchführen, komplizierte Dämm-Konstruktionen mit Dampfsperre sind überflüssig. Multipor ist so unter ökonomischen, aber auch unter ökologischen Aspekten eine Alternative zu anderen Dämmstoffen.

Kontakt:
Hans-Peter Ahle
Xella International GmbH
Kommunikation
Tel.: 0203 806 9710

Der Renthof in Kassel: Multipor aus dem Hause Xella eignet sich besonders zur Innendämmung von Außenwänden, die sich vor allem bei erhaltenswerten Fassaden als Wärmedämm-Maßnahme empfiehlt.

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