Kalkstein

Kalksteine sind Sedimentgesteine, welche vorwiegend aus Calciumcarbonat aufgebaut sind, sowie aus Tonmineralen, Dolomit, Gips, Quarz und weiteren.

Kalkstein mit hohem Tongehalt nennt man Mergel. Kalkstein mit sehr hohem Dolomitanteil wird als Dolomit bezeichhnet. Das Gestein ist überaus variabel, was sein Aussehen, seine Eigenschaften, seine Entstehung und seine Nutzung angeht. In der Regel sind Kalksteine grau bis graugelblich. Sind weitere Minerale enthalten, kann es auch zu rötlichen oder schwärzlichen Farbtönen kommen.

Die meisten Kalksteine sind aus Lebewesen entstanden, in der Fachsprache nennt man dies biogen.  Konkret bildeten sich Kalksteine aus der Ablagerung der Schalen fossiler Mikroorganismen. Sinken die Schalen auf den Boden, entstehen Kalkschlämme, die sich im Laufe der Zeit zu Kalkstein verfestigen. Jedoch existieren auch klastische Kalksteine, also Kalksteine, die sich bei der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine gebildet haben, und chemische Kalksteine.

Zu finden sind Kalksteine in vielen Ländern, sowohl auf den Kontinenten als auch in Flachmeeren. Reiche Vorkommen gibt es im Süden Deutschland, im Französischen und Schweizer Jura, im Süden und Norden der Alpen und in Form eines eiszeitlichen Geschiebes in Brandenburg. Charakteristische Kalksandsteinlandschaften sind die Fränkische Alb und die Schwäbische Alb. Auch in Spanien, Belgien, Ungarn, Israel und anderen Ländern kommt Kalkstein vor.

Sehr wichtig ist Kalkstein in wirtschaftlicher Hinsicht als Baurohstoff sowie als Naturwerkstein. Kalksteinlagerstätten sind außerdem Erdgas- und Erdöl-Speichergestein, beispielsweise die weltweit reichhaltigsten Erdöllagerstätten auf der Arabischen Halbinsel. Wird Kalkstein im Bauwesen eingesetzt, bereitet man ihn in Kalkwerken auf und verarbeitet ihn zu Branntkalk, oder mahlt ihn und vermischt ihn mit Ton, sodass Zement entsteht. Des Weiteren nutzt man Kalksandstein in Form von Karbonat zur Rauchgasentschwefelung und als Düngemittel.