Kall

Wappen KallWappen KallEiner Urkunde aus dem Jahr 1238 ist zu entnehmen, dass die St. Nikolaus-Kapelle in Kall Filiale der Andreaspfarre der Abtei Steinfeld war. Der Ort war in zwei Grafschaften geteilt. Zu Grafschaft Schleiden-Manderscheid im Herzogtum Luxemburg, das später 1550 mit Burgund und den Niederlanden unter spanische Hoheit gelangte, gehörte das Gebiet links der Urft. Das rechte Gebiet war in Händen des Herzogs von Jülich. Wichtig für die kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung waren die Eisen- und Bleihütten in Kall. Es gab ein Blei- und zwei Eisenbergwerke. Die Stadt ist auch heute noch von Industrie- und Gewerbebetrieben bestimmt, ist Sitz der Gemeindeverwaltung, hat 11689 Einwohner und eine Fläche von 66,08 Quadratkilometern.

Die Wappenbeschreibung - Halbgespalten und geteilt von Blau und Gold über Silber. Im blauen, mit goldenen Lilien bestreuten Feld ein links gewendeter, wachsender, golden bekrönter, rot bezungter, silberner Löwe; im goldenen Feld ein wachsender, rot bewehrter und bezungter schwarzer Löwe; im silbernen Feld zwei gestürzte, schräggekreuzte, schwarze Pfeile - verweist auf die beide Territorialherren, die Herren von Schleiden und die Herzöge von Jülich. Die Pfeile sind dem Wappen der Abtei Steinfeld, dem kulturhistorischen Mittelpunkt des Gemeindegebietes entnommen. Stadtteile sind Anstois, Benenberg, Diefenfach, Dottel, Frohnrath, Gillenberg, Golbach, Heistert, Kall, Keldenich, Krekel, Rinnen, Roder, Rüth, Scheven, Sistig, Steinfeld, Steinfelderheistert, Straßbüsch, Urft, Wahlen, Wallenthal und Wallenthalerhöhe.