Kautschuk

Kautschuk

Kautschuk werden elastische Polymere genannt, welche auf Milchsaft, besser bekannt als Latex, und anderen Pflanzenprodukten basieren. Man nutzt Kautschuk vorrangig, um aus ihm Gummi zu produzieren. Dies geschieht durch die sogenannte Vulkanisierung. Die bedeutendste Quelle für Kautschuk ist der Kautschuk-Baum. Darüber hinaus gibt es noch andere Natur-Kautschuktypen wie beispielsweise Balate, Chicle-Gummi, Guttapercha sowie Guayule-Kautschuk. Der meiste Naturkautschuk stammt heutzutage aus China, Indien, Indonesien, Malaysia und Thailand. Am meisten Kautschuk verbraucht wird in China, Deutschland, Frankreich, Japan und den USA.
Die Bedarfsdeckung an Kautschuk auf globaler Ebene erfolgt zum Großteil, zu etwa zwei Dritteln, durch synthetische Kautschuke, also solche, die petrochemisch produziert werden.

Je nachdem, welches Endprodukt aus dem Kautschuk hergestellt werden soll, kann man ihm verschiedene Füllstoffe beigeben. Dazu zählen Alterungsschutzmittel, Faktis – also vernetzte Pflanzen- bzw. Mineralöle, die Eigenschaften besitzen, die dem Kautschuk ähneln – Flammschutzmittel, Pigmente, Ruße (beispielsweise zur Steigerung der Abriebfestigkeit von Autoreifen), Vernetzungschemikalien und Weichmacher. Aus Kautschuk fertigt man zum Beispiel dünne Filme für Luftballons, Handschuhe oder Kondome. Kleidung wird ebenfalls aus Kautschuk hergestellt. Darüber hinaus ist eine Weiterverarbeitung des Kautschuk zu Moosgummi (Porengummi) möglich. Dieser elastische Schaumstoff kann eine gänzlich geschlossenen bis hin zu einer gänzlich geöffneten Porenstruktur besitzen. Dies dient der Einsparung von Kosten wie auch Material, und nicht zu vergessen besteht die Option zur Veränderung bestimmter mechanischer Eigenschaften des Profils. Eine weitere Verarbeitungsmöglichkeit sind Dichtungsprofile. Diese sind sehr witterungsbeständig. Aufgeschäumter Kautschuk ist für Schwämme und Matratzen nützlich. Zur Beschichtung von Teppichrückung und als Bindemittel in der Papierstreicherei wird Kautschuk ebenfalls gern eingesetzt. Gar nicht wegzudenken ist er aus dem Automobilbau, denn etwa zwei Drittel des verwendeten Kautschuks dienen der Herstellung von Autoreifen.