Kein einziger schwerer Arbeitsunfall - Allianz Arena vorbildlich

Kein einziger schwerer Arbeitsunfall - Allianz Arena vorbildlich

+++ Ohne einen einzigen schweren Arbeitsunfall wurden beim Bau der Allianz Arena in München 20.000 Tonnen Stahl in 50 Meter Höhe montiert. Für diese außergewöhnliche Leistung unter besonderen Anforderungen zeichneten heute Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf und Sozialministerin Christa Stewens den dafür verantwortlichen Richtmeister Wolfgang Schuster von der Firma Imo Leipzig GmbH mit dem Sicherheitspreis der Berufsgenossenschaft Metall Süd (BGMS) aus. Schnappauf und Stewens würdigten den umsichtigen und erfahrenen Richtmeister als 'schlauen Fuchs'. Schnappauf und Stewens gratulieren zur unfallfreien Bauzeit: "Wolfgang Schuster ist es gelungen, durch geschickte Zeiteinteilung während der über ein Jahr dauernden Montage im Schichtbetrieb auf der Baustelle seinen Mitarbeitern größtmögliche Ruhezeiten zu verschaffen. Dabei konnte er alle Termine bis zur Fertigstellung des Stahlbaus einhalten. Er leitete eine 50 Mann starke Montagegruppe, hat innovative Absturzsicherungen wegen der nach außen geschwungenen Gebäudeform eingesetzt und technische Verbesserungen bei der Positionierung der einzelnen, 70 Tonnen schweren Großteile durchgeführt." +++Am Beispiel Allianz Arena wird deutlich, dass Arbeitsschutz auch bei enormem Termindruck nicht hinten angestellt werden muss. Schnappauf: "Es kommt darauf an, dass alle zur Arbeitssicherheit beitragen. Klappt das Zusammenspiel der Baufirmen mit den Bauherren, mit der Gewerbeaufsicht und den Berufsgenossenschaften, lassen sich schwere Arbeitsunfälle verhindern." Die Gewerbeaufsicht leistet durch Überprüfungs- und Beratungsaktionen sowie durch die Marktüberwachung von Einrichtungen und Maschinen einen wesentlichen Anteil für die Sicherheit auf Baustellen. Allein im Jahr 2004 fanden 24.000 Überprüfungen auf Baustellen statt. Mit einem neuen Kooperationsabkommen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Landesverband Bayern und Sachsen der gewerblichen Berufsgenossenschaften werden künftig Mehrfachüberprüfungen vermieden. Dies entlastet auch die Unternehmen bei gleichbleibender Qualität der Präventionsarbeit.

Weitere Informationen: http://www.arbeitsschutz.bayern.de

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