Keine Chance für Feuer und Rauch

Keine Chance für Feuer und Rauch

Aestuver Platten sind nicht brennbare, asbestfreie, zementgebundene Glasfaserplatten für hochspezialisierte Anwendungen im vorbeugenden Brandschutz. Sie sind nunmehr auch über den gut sortierten Fachhandel erhältlich.

Als eine der führenden Marken in der Glasfasertechnologie ist Aestuver jetzt auch im Baustoffmarkt präsent. Damit können auch kleinere regionale Bauunternehmungen vom Know-how des Spezialanbieters im vorbeugenden Brandschutz profitieren, das hohe Sicherheit bei der Abwicklung von Brandschutzprojekten bietet. Gleichzeitig erhält der Fachhandel so Gelegenheit, sich seinen Kunden gegenüber als kompetenter Partner zu profilieren, der ein qualitativ hochwertiges, leistungsstarkes und fachlich aufeinander abgestimmtes Angebot bereit hält. Die Marke Aestuver bietet dabei Gewähr für zuverlässige Qualität und sichere Anwendung.Seit seiner Gründung im Jahre 1977 hat sich die damalige Aestuver Bauplatten GmbH, die seit Oktober 2004 als eigenständiger Geschäftsbereich in die Duisburger Xella Trockenbau-Systeme GmbH integriert ist, zu einem der führenden deutschen Unternehmen der Glasfaser-Leichtbeton-Technologie entwickelt. Aestuver Brandschutzplatten gehören nach DIN 4102, Teil 4, zu den nichtbrennbaren Baustoffen der Klasse A 1. Sie werden im Werk Calbe an der Saale in Sachsen-Anhalt im sogenannten Faserspritzverfahren produziert ein Verfahren, das im Übrigen auch für die im gleichen Werk produzierte Fermacell Powerpanel Familie angewandt wird.

Diese spezielle Fertigungstechnik gewährleistet eine dichte und gleichmäßig verteilte Faserstruktur und garantiert damit große Stabilität. Die Kombination von Mikro-Leichtzuschlägen und langen Glasfasern im Matrixaufbau der Aestuver Platten stellt eine hohe Druck- und Biegezugfestigkeit sowie Abriebfestigkeit sicher und bewirkt die gute Wasser- bzw. Frostbeständigkeit, die dazu führt, dass Aestuver Platten auch frei bewittert eingesetzt werden können. Die Platten sind frei von brennbaren Bestandteilen, so dass im Brandfall keine toxischen oder sichtmindernden Gase freigesetzt werden.

Platten mit einer Dicke von dünner 15 mm verfügen über eine homogene Plattenstruktur. Platten mit einer Dicke von mehr als 15 mm werden im Aestuver Sandwichaufbau hergestellt. Dabei weist der Plattenkern eine wesentlich geringere Rohdichte auf als die in der Praxis höher beanspruchten Deckschichten. So gelingt es, das Gewicht möglichst gering zu halten. Eine 40 mm dicke Aestuver-Platte ist daher wesentlich leichter als beispielsweise eine gleichdicke Gipsfaserplatte.

Glatte, stabile Oberflächen und homogene Kanten gestatten vielseitige Einsatz- und Bearbeitungsmöglichkeiten der Aestuver-Platten. Sowohl die industrielle Verarbeitung zu standardisierten Elementen und Bausystemen als auch die individuelle maßgeschneiderte Herstellung von Bauteilen auf der Baustelle ist problemlos möglich. Durch ihre hohe mechanische Festigkeit lassen sich die Platten mit allen handelsüblichen Werkzeugen je nach Bedarf verarbeiten. Im Gegensatz zur Bearbeitung von Zellulosefaserplatten entstehen dabei nur geringe Staubemissionen.

Geprüfte Konstruktionen mit Aestuver Brandschutzplatten ( gerade im Einsatz bei Feuerschutztüren ) sind Träger- und Stützenbekleidung, Stahlfachwerkwände, Schachtwände, Lüftungsleitungen L90 (selbstständig, Bekleidung von Stahlblechleitungen) sowie Kabelkanäle. Aestuver Brandschutz-Kabelkanäle werden als montagefertige Bauteile in zwei unter-schiedlichen Ausführungen angeboten: Feuerwiderstandsklasse I 30 I 120 und E 30 bis E 120. Speziell für den Brandschutz in unterirdischen Verkehrsanlagen wurden die Aestuver T Brandschutzplatten entwickelt. Auf Grund ihrer speziellen Temperatur sind sie besonders geeignet für Einsätze, bei denen Anforderungen im Hochtemperaturbereich, z.B. nach ZTV-Tunnel, bestehen. Geplant und präsentiert wird darüber hinaus ein Estrichelement für hochbelastbare Böden der Klasse IV.

Erfolgreich eingesetzt wurden Aestuver T Brandschutzplatten zuletzt beim Bau des Lübecker Herrentunnels. Sie schützen dort die Tübbingkonstruktion der beiden rund 790 m langen Röhren, so dass die Konstruktion selbst bei Temperaturen von 1200 Grad ihre Stabilität behält.

Beim Ausbau des Berliner Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof, dem derzeit größten Bauprojekt der Deutschen Bahn, waren neben den bauphysikalischen Eigenschaften vor allem kurze Verarbeitungszeiten entscheidend für den Einsatz von Aestuver Brandschutz-Kabelkanälen. Die Montagezeiten konnten hier wesentlich verkürzt werden, da die Kanalteile nur lose auf die OBO-Abhängungen aufgelegt wurden. Die vorgefertigten Kanalstücke sowie die verschiedenen Form- und Sonderteile wurden bauabschnittsweise just in time geliefert. Auch beim Bau der Airbus Ausstattungs- und Montagehalle für den A 380 sorgen Brandschutz-Kabelkanäle von Aestuver (Feuerwiderstandsklasse I 90, vierseitig mit losem Deckel und dreiseitig mit Revisions- und Nachbelegungsmöglichkeit) für hohe Sicherheit.

Kontakt:
Hans-Peter Ahle
Xella International GmbH
Kommunikation
Tel.: 0203 806 9710