Klimaschutzvorstoß Bayerns in Brüssel

Klimaschutzvorstoß Bayerns in Brüssel
Umweltminister Schnappauf und vbw-Präsident Rodenstock stellen bayerischen Klimadialog und bayerisches CO2-Monitoring in Brüssel vor

(Brüssel) Bayern drängt auf Fortschritte im Klimaschutz, betonte Bayern Umweltminister Werner Schnappauf heute bei einem Workshop in der Bayerischen Vertretung in Brüssel. vbw-Präsident Randolf Rodenstock und Schnappauf präsentierten in Brüssel den bayerischen Klimadialog und das europaweit einmalige CO2-Monitoring System für Betriebe, das Schnappauf auf der Weltklimakonferenz mit großem Erfolg in Neu-Delhi kürzlich vorgestellt hatte. Damit wird den bayerischen Unternehmen ermöglicht, ihren spezifischen CO2-Ausstoß zu erfassen. "Nicht Worte zählen, sondern konkretes Handeln beim Klimaschutz ist angesagt", so Schnappauf.
Nach den Worten Schnappaufs ist der Freistaat auch grundsätzlich für das Instrument des CO2-Zertifikatehandels als ein flexibles Kyoto-Instrument für den Klimaschutz offen. Anstelle von Emissionsreduzierungen auf ordnungsrechtlicher Basis können damit Möglichkeiten geschaffen werden, Klimaschutzmaßnahmen dort durchzuführen, wo die Kosten- / Nutzen-Relation am günstigsten ist. Verbesserungen des EU-Richtlinienvorschlags für das Systems des Zertifikatehandels hält Schnappauf allerdings für unbedingt notwendig. Im Gespräch mit Henning Arp aus dem Kabinett von EU-Kommissarin Wallström und dem Berichterstatter im Europäischen Parlament Moreira da Silva forderten Schnappauf und Rodenstock eine praxisgerechte Ausgestaltung des Zertifikatehandels. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass die bisherigen Klimaschutzleitungen der bayerischen und deutschen Wirtschaft berücksichtigt werden.

Weitere Informationen: http://www.klima.bayern.de