Kork

Kork

Botanisch betrachtet ist mit Kork die Zellschicht gemeint, die sich zwischen der Epidermis und der Rinde einer Pflanze befindet. Die Umgangssprache meint mit Kork jedoch in der Regel nur die Rinde der Korkeiche. Gewonnen wird Kork hauptsächlich im Mittelmeergebiet. Zu beachten ist, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, der jedoch nicht unbegrenzt verfügbar ist. Gemäß dem Statistischen Bundesamt werden in Deutschland jährlich 10 000 bis hin zu 35 000 Tonnen des Materials verarbeitet.

Kork besteht aus abgestorbenen Zellen, die mit Luft gefüllt sind. Die Korkporen machen es der Epidermis, die unter ihnen liegt, möglich zu atmen. Elastizität ist ein weiterer Vorteil des Naturmaterials. Sehr wärmeleitfähig ist Kork nicht, deswegen ist er gut als Dämmstoff geeignet. Kork ist außerdem resistent gegen Fäulnis und Verrottung.

In Kork vereinen sich zahlreiche visuelle, chemische und physikalische Merkmale. Bereits seit nahezu 2000 Jahrtausenden wird Kork als Material genutzt. Eines der bekannten Produkte, die aus Kork bestehen, sind Korken in Wein- oder Sektflaschen. Sehr häufig dient Kork auch als Bodenbelag. Dabei gibt es mehrschichtige, furnierte Bodenbeläge aus Kork, sowie einschichtige, massive Beläge. Korkparkett wird in Form von Fliesen angeboten. Diese kann man ganz und gar mit dem Untergrund, auf dem sie aufgebracht werden sollen, verkleben. Außerdem gibt es Fertigparkett aus Kork, dessen schwimmende Verlegung sich dank Nut-und-Feder-System recht einfach bewerkstelligen lässt. Will man völlig auf Klebstoff verzichten, empfiehlt es sich, auf Korkparkett mit so genanntem Klick-System zurückzugreifen. Korkplatten, deren Oberfläche gewachst oder versiegelt wurde, sind äußerst fußwarm und sorgen für eine gute Schallisolierung. Zudem sind sie beständig gegen Säure, Öl und Benzin.