Kraftstoffe: USA forciert Einsatz von Bioethanol Deutschland hinkt
hinterher
Münster (iwr-pressedienst) - In seiner gestrigen Rede zur Lage der
Nation hat US-Präsident Georg W. Bush das Ziel bekannt gegeben, die
Importabhängigkeit vom Öl zu reduzieren und bis 2017 den Verbrauch
fossiler Treibstoffe um 20 Prozent zu reduzieren. Hierzu soll der Beitrag
regenerativer Treibstoffe wie Biodiesel und Bioethanol auf 35 Mrd.
US-Gallonen (rd. 110 Mio. Tonnen) steigen und verstärkt in
Bioethanolanlagen investiert werden. Die amerikanischen
Produktionskapazitäten für Bioethanol belaufen sich Ende 2006 auf 5,4 Mrd.
Gallonen (16,1 Mio. Tonnen) und werden bis Anfang 2008 auf 10,8 Mrd.
Gallonen (32,3 Mio. Tonnen) nahezu verdoppelt, teilte das Internationale
Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit.Weltweit wurden im Jahr 2005 ca. 35 Mio. Tonnen Bioethanol produziert,
davon entfallen 72% auf die USA (12,81 Mio. Tonnen) und Brasilien (12,69
Mio. Tonnen). Der europäische Anteil an der weltweiten
Bioethanol-Produktion ist im Jahr 2005 noch gering. Mit 0,72 Mio. Tonnen
Ethanol führt Frankreich vor Spanien (0,3 Mio. Tonnen) und Deutschland
(0,28 Mio. Tonnen). In Deutschland kann der Bioethanol-Kraftstoff
(Benzinfahrzeuge) unter der Bezeichnung E 85 derzeit an rund 100
Tankstellen bezogen werden. Nach dem IWR-Bioethanol-Preisindex kostet E85
an deutschen Zapfsäulen im Januar 2007 im Mittel 93,3 Cent je Liter.
Münster, den 24. Januar 2007
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