Kredit Finanz Glossar P - S

Teil 4 vom Finanz - Kredit Glossar P - S:



Preisangabenverordnung Seit 1985 gilt in Deutschland die Preisangabenverordnung. Sie regelt unter anderem die Preisdarstellung gegenüber dem Endverbraucher. Die Preise sind vom Verkäufer immer einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile anzugeben. Nettopreise dürfen beim Verkauf an Zwischenhändler angegeben werden, nicht aber beim Verkauf an Letztverbraucher. Die Preisangabenverordnung wird mit „PangV“ abgekürzt und ist als Verbraucherschutzverordnung in Gebrauch.



Privatdarlehen Als Privatdarlehen gilt ein Kredit dann, wenn der Kreditgeber nicht eine Bank, sondern ein privater Geldgeber ist. Der Begriff wird mitunter auch für einen Konsumentenkredit an private Geldnehmer benutzt, jedoch ist in diesem Fall die Bezeichnung Verbraucherdarlehen stimmiger. Die privaten Geldgeber betreiben die Geldvergabe nicht wie Kreditinstitute gewerblich, sondern rein privat. Eine häufige Form des privaten Darlehens ist der Verwandtenkredit. Private Krankenversicherung Eine Private Krankenversicherung (PKV) wird von Bürgern genutzt, für die keine Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenkasse besteht. Dazu gehören beispielsweise Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Entgeltgrenze liegt, Beamte, Selbstständige und Freiberufler. Anders als gesetzliche Kassen berechnen private Krankenversicherungen ihre Versicherungsprämien nicht nach dem Einkommen, sondern nach Kriterien wie Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand und der gewünschten Leistung. Privatkredit Ein Privatkredit wird nicht wie ein regulärer Ratenkredit von einem Kreditinstitut vergeben, sondern von einem privaten Geldgeber.


Das ist zum Beispiel bei Verwandtenkrediten der Fall. Voraussetzung für einen solchen Kredit ist, dass der Geldgeber kein Gewerbe mit der Geldvergabe betreibt. Privatkredite werden oftmals genutzt, wenn die Bonitätsprüfung durch die Kreditinstitute negativ ausfällt. Prolongation Wird ein Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung mit einem neuen Zinssatz verlängert, spricht man von einer Prolongation. Im Unterschied zu einer Umschuldung bleibt der Kreditgeber dabei gleich. Bei der Prolongation handelt es sich um eine Form der Anschlussfinanzierung. Als Prolongationsgeschäft gilt beispielsweise auch die erneute Anlage von Termingeld nach dessen Fälligkeitstermin.



Provision Die Provision ist ebenso wie die Courtage oder das Packing das Entgelt für eine Tätigkeit der Vermittlung oder des Verkaufs. Das ist zum Beispiel der Fall bei Versicherungsmaklern oder Kreditvermittlern. Auch Immobilienmakler lassen sich für die Vermittlung zwischen Vermieter und Mieter, beziehungsweise Käufer und Verkäufer, mit einer Courtage bezahlen. Bis auf wenige Ausnahmen sind Provisionen umsatzsteuerpflichtig. Prämie Als Prämien werden im Versicherungswesen sowohl die Beiträge des Versicherungsnehmers als auch die Leistungen der Versicherung genannt. Im Bankenwesen ist die Prämie ein an den Kunden zusätzlich zur Verzinsung ausgeschütteter Geldbetrag, wie er beispielsweise beim Prämiensparen verteilt wird. Auch im Börsenwesen gibt es den Begriff der Prämie. Er muss vom Käufer einer Option an den Verkäufer gezahlt werden. Pächter Ein Pächter erwirbt gegen einen Pachtzins das Recht, eine Sache oder bestimmte Rechte überlassen zu bekommen.



Anders als bei einem Kaufvertrag gilt ein Pachtvertrag nur für einen bestimmten Zeitraum, der entweder im Vorfeld vereinbart wird oder von beiden Seiten – meist mit einer Kündigungsfrist – beendet werden kann. Anders als bei einer Miete steht dem Pächter auch der Ertrag aus der Pachtsache zu. Quittung Eine Quittung wird ausgestellt, wenn Kauf und Zahlung abgeschlossen sind. Sie gilt als Beweis, dass Forderungen ausgeglichen sind. Sie enthält Angaben über den Aussteller und den Empfänger der Waren oder Dienstleistungen, deren Art und Bezeichnung sowie nach dem Erhalt einer Zahlung auch deren Höhe. Zusätzlich vermerkt sein müssen auch Ort und Datum der Ausstellung. Rangbescheinigung Mit einer Rangbescheinigung wird durch einen Notar bestätigt, dass einer so genannten rangrichtigen Eintragung einer Grundschuld zu Gunsten des Kreditinstitutes keine Hindernisse mehr im Wege stehen. Dadurch muss eine Eintragung der Grundschuld nicht abgewartet werden, sondern das Kreditinstitut kann die Finanzierung dem Bauunternehmer gegenüber bereits bestätigen und das Darlehen auszahlen. Die Rangbescheinigung wird auch als Rangattest, Notarbestätigung oder Ranggarantie bezeichnet. Rangstelle Die im Grundbuch eingetragenen Belastungen für ein Grundstück enthalten eine Rangstelle, die festlegt, in welcher Reihenfolge die Gläubiger bedient werden müssen, falls eine Zwangsvollstreckung anstehen sollte.



Die Verteilung des Erlöses aus der Pfandrechtverwertung wird somit geregelt. Je höher die Rangstelle, desto mehr Rechte auf Werte aus dem Grundstück hat der Gläubiger gegenüber denjenigen auf niedrigeren Rangstellen. Ratenkredit Bei einem Ratenkredit wird die Zurückzahlung von der Kreditsumme inklusive der anfallenden Zinsen in einem bestimmten Ratenbetrag vereinbart. Diese Zahlungsmodalität ist vor allem bei Konsumenten- oder auch Privatkrediten üblich, die an Verbraucher vergeben werden. Sie finden beispielsweise beim Autokauf Verwendung. In der Regel erfolgt die Ratenzahlung monatlich.



Realkredit Während bei einem Personalkredit in der Regel die Bonität des Kreditnehmers als Sicherheit für den Kreditgeber dient und zur Gewährung eines Kredits ausreicht, ist es beim Realkredit die Sicherung der Kreditsumme durch Sach- oder Vermögenswerte. Dies kann beispielsweise im Falle von Immobilien durch eine Hypothek oder eine Grundschuld geschehen. Realkreditinstitute Sowohl öffentliche als auch private Hypothekenbanken gelten als Realkreditinstitute, denn sie vergeben Realkredite, die durch Sach- und Vermögenswerte gesichert sind. Diese Geldinstitute ermöglichen als Spezialbanken vor allem die langfristige Finanzierung von Investitionen. Realkredite werden sowohl an Privatpersonen und Unternehmen als auch an die öffentliche Hand - Bund, Land und Gemeinden - vergeben.



Rechtsgeschäfte Rechtsgeschäfts sind mindestens mit einer Willenserklärung verbunden, die mündlich, schriftlich oder durch Handeln, wie beispielsweise Kopfnicken, abgegeben werden. Je nachdem, ob es sich bei dem Rechtsgeschäft um ein Verpflichtungs- oder um ein Verfügungsgeschäft handelt, können der Willenserklärung unterschiedliche Resultate folgen. Ein Verpflichtungsgeschäft – wie beispielsweise der Kaufvertrag - beinhaltet die Verpflichtung zu einem Tun, dem Dulden oder Unterlassen, während es beim Verfügungsgeschäft um die Übertragung, Belastung, Aufhebung oder Änderung des Inhalts eines Rechts geht. Rechtsnormen Anders als Moralnormen sind Rechtsnormen klar definiert. Sie bestehen aus einem Tatbestand und der darauf abgeleiteten Rechtsfolge.


Als Rechtsnormen gelten beispielsweise die Gesetze eines Staates wie seine Verfassung. Rechtsnormen in weiterem Sinne sind generelle und abstrakte Regelungen, die die Anknüpfung einer Rechtsfolge an einen Tatbestand beinhalten. Rechtsobjekte und Rechtsfähigkeit Jeder Deutsche besitzt die Rechtsfähigkeit, dass heißt, er ist selbstständig Träger von Rechten und Pflichten. Rechtsfähig sind aber nicht nur natürliche Personen, sondern auch juristische, zu denen beispielsweise Aktiengesellschaften oder eingetragene Vereine gehören. Hinzu kommen des Weiteren bestimmte Personengesellschaften. Rechtsobjekte sind Gegenstände der Rechte und Pflichten, die sowohl materielle Güter als auch immaterielle Güter wie beispielsweise Patente sein können. Rechtsschutzversicherung Unternehmen wie auch Privatpersonen können sich mit einer Rechtsschutzversicherung gegen Kosten absichern, die aus einem Rechtsstreit hervorgehen. Sie werden entweder bis zu einer bestimmten Deckungssumme oder mit unbegrenzter Deckung angeboten. Durch eine Rechtsschutzversicherung werden in der Regel die Anwaltsgebühren des Versicherten abgedeckt, die anfallenden Gerichtskosten, die Zeugengelder sowie Honorare für eventuell nötige Sachverständige, aber auch die Kosten des Gegners, falls diese vom Versicherungsnehmer übernommen werden müssen.



Referenzzinssatz Im Geldgeschäft ist es üblich, dass sich Zinssätze an einem Referenzzinssatz orientieren. Er gilt meist nur kurz- bis mittelfristig als repräsentativer Zinssatz. Er kommt vor allem bei der Verzinsung von Anleihen mit variabler Verzinsung zum Tragen, den so genannten Floating Rate Notes. Der Referenzzinssatz gilt auch oft als Maßstab für Veränderung der variablen Zinssätze. Refinanzierung Die Möglichkeit der Refinanzierung beziehungsweise Gegenfinanzierung wird von Geldinstituten verwendet, um Mittel für die Vergabe eigener Kredite zu beschaffen. So kann eine Bank zur Mittelbeschaffung für den Kredit an ein Unternehmen beispielsweise die Verpfändung nutzen, Einlagen der eigenen Kundschaft – zum Beispiel aus Termingeldern – verwenden oder Mittel der öffentlichen Hand oder von institutionellen Anlegern einsetzen. Reiseversicherung Für einen Reisenden bietet eine Reiseversicherung meist schon für einen geringen Beitrag verschiedene Leistungen, die unerwartete Kosten abdecken. So springt sie beispielsweise ein, wenn auf der Reise ein Schaden durch Krankheit, Unfall oder Verlust des Gepäcks entsteht. Auch wenn der Urlaub nicht angetreten werden kann, springt die Reiseversicherung in Form einer Reiserücktrittsversicherung ein.



Rembourskredit Ein Rembourskredit ist ein kurzfristiger Kredit, der von einem Kreditinstitut, das als Remboursbank in Erscheinung tritt, im Außenhandel angeboten wird. Dabei veranlasst der Importeur nach abgeschlossenem Vertrag mit dem Exporteur die Einrichtung eines Rembourskredits. Sind bei den Banken beider Länder die nötigen Dokumente und Formalitäten geklärt, versendet der Exporteur die Waren. Der Wechsel wird anschließend ausgelöst. Renovierungskredit Speziell für Familien und Singles, die ihr Zuhause renovieren möchten, bieten einige Kreditinstitute so genannte Renovierungskredite an. Solche Kredite werden auch Modernisierungsdarlehen genannt. Die Banken fordern dafür zunächst meist die Beratung in Handwerksbetrieben und die Erstellung eines den Modernisierungswünschen entsprechenden Kostenvoranschlags. Anschließend werden die Sicherheiten, beziehungsweise die Bonität des Kreditnehmers geprüft.


Nach der Zusage der Finanzierung können die Arbeiten ausgeführt werden. Die Kreditsumme wird meist allerdings erst Vorlage der Handwerker-Rechnung ausgezahlt. Rentenversicherung Mit der gesetzlichen Rentenversicherung wird die Versorgung der aus dem Arbeitsleben Ausgeschiedenen geregelt. Ihre Rente wird durch die Beiträge der Arbeitenden bezahlt, die einer Versicherungspflicht oder einer freiwilligen Versicherung folgen. Mit der privaten Rentenversicherung kann man sich durch freiwillige Beitragszahlungen eine zusätzliche Rente sichern, die ab einem bestimmten Zeitpunkt als Altersversorgung gezahlt wird.



Reptilienversicherung In einer regulären Haushaltsversicherung sind Schäden durch Reptilien meist nicht enthalten, weshalb eine Reptilienversicherung vor allem für Halter von Reptilien, Züchter und Händler greift. Die Beiträge sich hierbei zum einen nach der Anzahl der Reptilien, aber auch nach den möglicherweise auftretenden Schäden und der nötigen Deckungssumme. Restkaufpreis Als Restkaufpreis wird die Höhe des Preises bezeichnet, der nach Abschluss der Mietzeit als Restwert vom Käufer verlangt werden kann. Der Restkaufwert wird beispielsweise vor oder nach Ablauf eines Leasingvertrages für ein Auto bestimmt. Der Leasingnehmer kann es dann für den errechneten Preis kaufen. Auch Lebensversicherungen haben einen bestimmbaren Restkaufwert. Restschuld Wird ein Kredit vor Ablauf seiner Tilgung gekündigt, ist der Kreditnehmer in der Regel zur sofortigen Zahlung der Restschuld verpflichtet. Sie errechnet sich aus der Kreditsumme zuzüglich der angefallenen Zinsen und Kosten, abzüglich der bereits geleisteten Tilgungszahlungen. Die Zahlung der Restschuld kann beispielsweise aus der Aufwendung von Eigenkapital oder Bürgschaften geschehen, aber auch durch Umschuldung.



Restschuldversicherung Als Restschuldversicherungen werden auch Restkreditversicherungen oder Kredit-Lebensversicherungen bezeichnet. Sie werden vom Kreditnehmer abgeschlossen, um sich oder seine Familie gegen die Zahlung der Restschuld eines aufgenommenen Kredits abzusichern, die bei Tod, Krankheit oder Arbeitslosigkeit gefordert sein könnte. Als Lebensversicherung dient sie dem Kreditgeber als zusätzliche Absicherung. Restwert Nach Ablauf eines Leasingvertrages hat der Mietgegenstand einen Restwert, mit dem er an den Besitzer zurückgeht. Der Leasingnehmer kann den Gegenstand für diesen Preis in der Regel kaufen. Die in der Leasingzeit erfolgte Wertminderung entsteht durch die Abnutzung. Über die Höhe des Restwerts entscheidet ein Gutachten oder eine Schätzung.



Restwertvertrag Die häufigste Form des Restwertvertrages ist der Leasingvertrag für Kraftfahrzeuge. Bei Vertragsabschluss wird ein Restwert für das Fahrzeug am Abgabetag festgesetzt Zu diesem Preis kann der Leasingnehmer das Fahrzeug dann erwerben. Das Autohaus lässt das Fahrzeug bei Rückgabe schätzen. Liegt der ermittelte Restwert unter dem festgesetzten Wert, so muss der Kunde trotzdem den festgesetzten Wert bezahlen, bzw. wenn er das Fahrzeug nicht übernimmt, geht der Differenzbetrag zwischen dem festgesetzten und dem ermittelten Restwert zu seinen Lasten Risiko-Lebensversicherung


Eine Risiko-Lebensversicherung ist eine Versicherung, die nur den Risikofall abdeckt, im Gegensatz zur Erlebensversicherung. Da nur das Todesfall- oder Unfallrisiko abgedeckt ist, sind die Beiträge sehr viel günstiger als bei einer „normalen“ Lebensversicherung. Die Risiko-Lebensversicherung ist eine beliebte Absicherung bei Bauherren, um im Falle eines Falles die Hypothek abzusichern.



Rueckgewaehransprueche Rueckgewaehransprueche sind die Ansprüche des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber nach Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtung. Der Kreditgeber ist dann verpflichtet, die Eintragungen im Grundbuch löschen zu lassen, da er keine Forderungen mehr hat. Er gewährt dem Schuldner das Eigentum am Grundstück zurück. Rücktritt vom Darlehensvertrag Das Kreditinstitut kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Auszahlung eines Darlehensbetrages zurücktreten. Das ist der Fall, wenn beispielsweise der Kunde falsche Angaben gemacht har, um das Darlehen zu erhalten. Das Kreditinstitut ist dann berechtigt, Gebühren wegen der Nichterfüllung zu fordern als Ausgleich für die entstandenen Bearbeitungskosten und den entgangenen Gewinn. Rückzahlung Unter Rückzahlung versteht man den Jahresbetrag der monatlichen Raten, mit denen ein Kreditnehmer seinen Kredit an den Kreditgeber zurückzahlt. Dieser ist im Darlehensvertrag vorher vereinbart worden. Der Rückzahlungsbetrag beinhaltet die Rückzahlung einschließlich der gezahlten Zinsen und Gebühren und Kosten. Es ist der Betrag, den der Kreditnehmer tatsächlich an den Kreditgeber zurückzahlt und somit höher als der Kreditbetrag



Rückgewähransprüche Rückgewähransprüche hat ein Darlehnsnehmer nach der Rückzahlung der Grundschuld oder Hypothek gegenüber dem Darlehnsgeber. Er hat dann Anspruch auf Löschung der eingetragenen Grundschuld im Grundbuch, das diese zurückgezahlt wurde. Der Darlehnsgeber muss ihm die Löschung gewähren. Rückkaufwert Der Rückkaufwert einer Versicherung ist der Betrag, den man erhält, wenn man eine Lebensversicherung vor Ablauf kündigt und die eingezahlten Beiträge zurückfordert. Der Rückkaufwert ist gerade in den ersten Jahren deutlich niedriger als die eingezahlten Beträge, da von diesen zunächst die Provisionen der Versicherungsvertreter und der Versicherer bezahlt werden. Niedriger als die eingezahlten Beträge ist der Rückkaufwert jedoch immer, da Kosten berechnet und Zinsen nicht gezahlt werden. Rückzahlungsdauer Rückzahlungsdauer ist der Zeitraum, den man benötigt um einen Kredit komplett einschließlich Zinsen und Kosten zurückzuzahlen. Die Rückzahlungsdauer ist abhängig von der Höhe der vereinbarten Raten und ob eventuelle Sondertilgungen laut Vertrag möglich sind. Viele Verträge schließen eine vorzeitige Rückzahlung komplett aus, um dem Kunden durch vorzeitige Rückzahlung keinen Zinsgewinn zu geben. Sachkredit Ein Sachkredit ist ein Kredit, der durch die Sicherungsübereignung von Gegenständen abgesichert ist. So ist beispielsweise ein Ratenkredit für ein Auto ein Sachkredit, wenn das Bankhaus oder das Autohaus den Fahrzeugbrief bis zur kompletten Bezahlung als Sicherheit einbehält. Das ist eine der häufigsten Formen des Sachkredites.



Schaetzgebuehren Schaetzgebuehren fallen beispielsweise bei einer Hypothek an, wenn der Gläubiger das Grundstück oder Gebäude vor der Vergabe der Hypothek durch einen Sachverständigen schätzen lässt. Diese Gebühren werden dem Darlehnsnehmer entweder als fester Prozentsatz vom Darlehen oder als Gebühr weiterberechnet. Manchmal werden sie auch pauschal berechnet und entweder auf den Darlehensbetrag aufgerechnet oder von der Auszahlung abgezogen. Schätzung Um zu prüfen, ob ein Grundstück oder Gebäude eine adäquate Sicherung für ein Darlehen ist, beauftragen Kreditinstitute häufig Sachverständige mit der Schätzung des Wertes. Diese ermitteln den Verkehrswert unter Berücksichtigung von Alter, Zustand, Lage usw. und erstellen dann ein Gutachten, auf dessen Grundlage der Darlehensbetrag ermittelt wird. Schlussratenfinanzierung (Ballonfinanzierung) Die Schlussratenfinanzierung ist eine Variante, die gerade bei der Kfz-Finanzierung immer beliebter wird. Die monatlichen Raten ergeben nicht den Kaufpreis des Wagens, es bleibt noch ein erheblicher Betrag zu zahlen. Der Käufer kann dann das Fahrzeug zurückgeben, ohne den Rest zu bezahlen oder er bezahlt die letzte Rate und übernimmt das Fahrzeug oder aber er finanziert die letzte Rate neu.



Schlussrate Schlussrate ist die letzte Rate aus einem Ratenkauf. Hauptsächlich bei Fahrzeugen wird häufig so abgeschlossen, dass die letzte Rate erheblich höher ist als die vorangegangenen und in etwa dem derzeitigen Wert des Fahrzeugs entspricht. Der Käufer kann dann entweder die Rate begleichen und das Fahrzeug übernehmen oder aber er gibt das Fahrzeug zurück, ohne diese letzte Rate zu bezahlen. Eine andere Möglichkeit wäre noch, diese Rate zu finanzieren und den Wagen doch zu übernehmen. Schufa Schufa bedeutet Schutzgemeinschaft der Verbraucher. In den Daten der Schufa sind Darlehensverträge erfasst und auch Forderungen, Mahnbescheide und Vollstreckungsbescheide. Die Auskünfte der Schufa sind eine wichtige Informationen bei Kreditinstituten und Versandhäusern für die Vergabe von Krediten. Einträge in der Schufa bleiben auch nach Erledigung noch drei Jahre in den Auskünften stehen. Schuldinstrumente Der Begriff Schuldinstrumente ist ein selten gebrauchter Begriff und wird fast nur in den Bilanzen von Banken und Kreditinstituten geführt. Er bezeichnet Verbindlichkeiten, die gehalten werden.



Diese können auch aus Anleihen oder Wertpapieren bestehen oder auch in Form eines Kredites. Für den „Normalverbraucher“ ist dieser Begriff unerheblich. Schuldübernahme Bei der Schuldübernahme tritt ein Dritter an die Stelle des Schuldners und haftet an seiner Stelle für das erhaltene Darlehen. Das ist eine Unterscheidung von der Bürgschaft, bei der der Dritte nur bei Ausfall des Schuldners eintreten muss. Eine Schuldübernahme kann vorkommen bei der Übereignung eines Hauses, das mit einer Grundschuld belastet ist. Wird diese nicht zurückgezahlt, geht sie auf den neuen Besitzer über, er übernimmt die Schuld. Schuldzinsenabzug Der Schuldzinsenabzug ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Der Vermieter eines Hauses oder einer Wohnung, der die Einkünfte aus der Vermietung versteuern muss, ist berechtigt, die auf den vermieteten Teil anfallenden Schuldzinsen (Hypotheken- oder Darlehenszinsen) als Werbungskosten bei seiner Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Schutzbrief Unter Schutzbrief versteht man heute meistens eine Versicherung. Viele Kfz-Versicherungen bieten diese Schutzbriefe an, mit denen man bei Unfällen im Ausland gegen alle Schwierigkeiten gewappnet sein soll. So wird in diesen Schutzbriefen die Rückfahrt nach Hause geregelt, Krankentransporte aber auch rechtlicher Beistand ist in diesen Versicherungspaketen enthalten.



Selbstschuldnerische Bürgschaft Die selbstschuldnerische Bürgschaft ist ein Instrument bei der Kreditvergabe. Der Bürge erklärt, dass er mit seinem Privatvermögen für die Verpflichtungen des Schuldners einstehen will und unterwirft sich der Zwangsvollstreckung. Das ist häufig der Fall, wenn ein Ehepartner einen Kredit aufnimmt, haftet der andere mit einer selbstschuldnerischen Bürgschaft dafür, um das Risiko für das Kreditinstitut zu minimieren. Service-Leasing/Serviceleasing Beim Service-Leasing wird der normale Leasingvertrag aufgewertet. Das heißt gegen eine höhere monatliche Leasingrate bekommt man Leistungen dazu, die in einem normalen Leasingvertrag nicht enthalten sind, beispielsweise kann es sich auf die Reparaturkosten, Reifen, Inspektionskosten usw. beziehen. Unter Umständen ist das für den Kunden günstiger, hat er jedoch ein Auto, das die Werkstatt nur von außen sieht, hat er drauf gezahlt. Sicherheiten Sicherheiten sind Vermögenswerte, es können beispielsweise Wertgegenstände oder auch eine Lebensversicherung sein, die für den Fall, dass ein Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann, an den Darlehnsgeber überlassen werden. Fällt die Zahlung aus, so kann er dann die Sicherheit verwerten und die Schuld davon abziehen. Den Überschuss muss er allerdings dem Sicherungsgeber erstatten.



Sicherungszweckerklärung Bei der Überlassung einer Sicherheit wird erklärt, das heißt niedergelegt, für welchen Zweck diese Sicherung hinterlegt wurde. Der Gläubiger darf die Sicherheit dann auch nur für diesen einen Zweck benutzen Sofortkredit Ein Sofortkredit ist ein Kredit zu üblicherweise etwas höheren als den üblichen Zinsen, den der Kunde unter Vorlage einer Gehaltsabrechnung sofort ausgezahlt bekommt. Der Sofortkredit ist ein üblicher Kredit bei Kaufhäusern, wo beim Kauf eines Artikels Ratenzahlung vereinbart wird. Er wird aber auch von Banken angeboten und sollte in längstens 36 Monaten zurückgezahlt sein. Sonderausgaben „Sonderausgaben“ ist ein Begriff aus dem Einkommensteuerrecht. Er bezeichnet alle Aufwendungen, die der Sicherung des Lebensunterhaltes und der Vorsorge dienen. Darunter fallen Haftpflichtversicherungen, Unfallversicherungen, Lebens- oder Rentenversicherungen u.a. Diese Sonderausgaben kann man zum Teil bei der Einkommensteuererklärung in Abzug bringen. Sondertilgung Sondertilgung ist ein Begriff aus dem Darlehen- und Hypothekenbereich. Die monatlichen Zahlungen sind festgelegt. Man hat jedoch die Möglichkeit, ein- oder mehrmals jährlich eine zusätzliche Zahlung zu leisten. Oft ist die Höhe dieser Sonderzahlung in Bezug auf einen bestimmten Prozentsatz der Schuld begrenzt. Sonderzahlung Eine Sonderzahlung ist eine zusätzliche Zahlung im Rahmen einer Kreditvereinbarung. Die Zulässigkeit einer solchen zusätzlichen Zahlung muss im Kreditvertrag festgehalten sein. Sie sind oft in Anzahl und Höhe der Zahlungen pro Jahr beschränkt.



Spekulationsfrist Spekulationsfrist ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Wenn etwas gekauft und wieder verkauft wird, muss eine bestimmte Zeitspanne zwischen den beiden Geschäften liegen. Ansonsten ist es auch im Wiederholungsfall ein Gewinn aus Spekulationsgeschäften und wird entsprechend besteuert. Statik Statik ist die Festigkeit eines Gebäudes oder Fahrzeuges. Die Statik wird vom Statiker berechnet und muss bei Bauanträgen vorgelegt werden, um eine Baugenehmigung zu erhalten. Dabei wird sowohl die Bauweise berücksichtigt als auch der Untergrund und das Baumaterial.



Sterbegeld-Versicherung Die Sterbegeld-Versicherung ist eine Versicherung, die nur im Todesfall eintritt. Sie ist entstanden aus Gemeinschaften, die monatlich eine bestimmte Summe (eine kleine Summe) gespart haben, um im Todesfall der betroffenen Familie dann eine Unterstützung für die Beerdigung zukommen zu lassen. Steuerliche Förderung (des Wohnungsbaus) Es gab in den letzten Jahrzehnten immer eine steuerliche Förderung des Wohnungsbaus. Mit dieser Förderung sollten Anreize geschaffen werden für Familien, sich Wohnungseigentum anzuschaffen. Die letzte Förderung des Wohnungsbaus war die Eigenheimzulage, vorher gab es die Förderung nach §10 und nach §7bEStg. Auch Energiesparmaßnahmen fallen unter diese Förderung. Stille Beteiligung Die stille Beteiligung ist eine Geldanlage in der Firma eines anderen. Der Geldgeber will dabei nur eine angemessene Verzinsung seines eingebrachten Kapitals erreichen und keinen Einfluss auf die Geschäftspolitik ausüben.



Stillhalteerklärung Die Stillhalteerklärung bezeichnet das Einverständnis eines Gläubigers noch auf eine fällige Zahlung zu warten, ohne die entsprechenden Maßnahmen (Mahnung, Zwangsvollstreckung etc) einzuleiten. Die Stillhalteerklärung wird im Hinblick darauf abgegeben, dass der Schuldner deutlich machen konnte, dass eine Zahlung in naher Zukunft zu erwarten ist, wenn der Gläubiger noch etwas wartet. Studentenkredit Ein Studentenkredit ist ein Kredit, den ein Student zur Überbrückung der Studienzeit erhält und bei dem er erst nach Abschluss seines Studiums mit der Tilgung beginnen muss. Das Bafög wird beispielsweise teilweise als Studentenkredit ausgezahlt und muss dann nach einigen Jahren zurückgezahlt werden. Die Zinsen sind meistens deutlich niedriger als die üblichen Bankzinsen. Stundung Eine Stundung ist der Aufschub einer fälligen Zahlung unter Berechnung von Zinsen, Kosten und Gebühren. Eine Stundung kann auch vom Finanzamt für fällige Steuerzahlungen gewährt werden, wenn die Aussicht auf Abänderung des Bescheides besteht oder wenn der Schuldner glaubhaft machen kann, dass er in Kürze die Schuld bezahlen kann.