Land der Heimwerker

Land der Heimwerker

Dass die Deutschen besonders reisefreudig sind, ist bekannt. Aber auch beim Ärmel Hochkrempeln und Selbermachen nehmen sie einen Spitzenplatz ein. Dies beweist eine aktuelle Repräsentativumfrage des Deutschen Lackinstituts.
27 Prozent der Befragten gaben an, alle in Haus oder Wohnung anfallenden Reparaturen und Renovierungen selbst durchzuführen einfach weil sie es können und Spaß daran haben.
Fast ebenso groß (23 Prozent) ist die Gruppe, die Handwerker für zu teuer hält, sparen will und deshalb lieber selbst zu Hammer und Säge, Pinsel und Farbtopf greift. Weitere 40 Prozent der Bundesbürger erledigen notwendige Reparatur- und Renovierungsarbeiten zum Teil selbst und lassen nur, was sie sich selbst nicht zutrauen, vom Handwerker ausführen. 8 Prozent sind „resistent“ gegen Do-it-yourself und bestellengrundsätzlich den Handwerker.
Die absolute Mehrheit der Befragten diejenigen, die alles selber machen, und die Sparer ist zugleich die renovierungsfreudigste Gruppe. Bei ihr wurden innerhalb der letzten drei Jahre das Wohnzimmer (54 Prozent) und die Küche (57 Prozent) „auf Vordermann gebracht“. Diejenigen, die alles vom Handwerker machen lassen, sind hingegen„Renovierungsmuffel“. Bei ihnen sind Wohnzimmer und Küche nur alle vier bis fünf Jahre „mal wieder dran“.
Die Umfrage des Deutschen Lackinstituts macht auch ein regionales Gefälle sichtbar: In den östlichen Bundesländern werden Wohnzimmer und Küchedurchschnittlich alle dreieinhalb Jahre renoviert. Die Befragten aus den südlichen Gefilden lassen sich dafür jeweils rund fünf Jahre Zeit.