Leichtbeton

Gemäß den deutschen Normen versteht man unter Leichtbeton einen Beton, dessen Trockenrohdichte – also Raumgewicht, bei höchstens 2000 Kilogramm pro Kubikmeter liegt.

Man unterscheidet Leichtbeton in Leichtbeton mit geschlossenem Gefüge, kurz LBG, mit Kornporosität, der zum Beispiel aus Blähton bestehen kann, sowie Leichtbeton mit haufwerksporigem Gefüge, kurz LBH, mit Kornporosität oder dichten Zuschlägen. Porenbeton gehört nicht zu den Leichtbetonarten.

Leichtbetonmauersteine fertigt man als Hohlblocksteine, Vollblöcke und Vollsteine an. Zudem ist die Herstellung spezieller, bewehrter oder unbewehrter Bau- und Blockelemente möglich, sofern für diese gesonderte Zulassungsbescheide vorliegen. Man unterteilt Leichtbeton gemäß verschiedener Rohdichteklassen und Druckfestigkeiten, sowie anhand seiner Wärmeleitfähigkeit. Wenn die Druckfestigkeit, eine der bedeutendsten Eigenschaften von Leichtbeton, ermittelt wurde, kann man zwischen den einzelnen Festigkeitsklassen differenzieren.

Für die Verwendung von Leichtbeton sprechen seine gute Ökobilanz, die geringe Wärmeleitfähigkeit, die gute Wärmedämmung und die einfache Ver- und Bearbeitung. Allerdings gibt es auch eine Reihe an Nachteilen. Dazu zählen das Elastizitätsmodul, das sich mit der Rohdichte überproportional verringert. Verglichen mit Normalbeton treten deshalb mehr Verformungen auf. Da Leichtbeton nur eine geringe Dichte hat, bietet er keinen guten Schallschutz, besonders gegenüber weiteren Massivbaustoffen. Aufgrund der Porigkeit nimmt Leichtbeton sehr viel Feuchtigkeit auf, was zu Bauschäden führen kann. Daher ist er als Außenwand nur geeignet, wenn zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen vorgenommen werden. Wenn Wasser eindringt, verhält er sich zudem bauphysikalisch unzureichend gegenüber anderen Massivbaustoffen, die Abgabe der Feuchtigkeit dauert sehr lange. Letztlich ist Leichtbeton auch nicht sehr tragfähig und hat keine hohe Punktbelastung. Das kann beispielsweise zu Komplikationen führen, wenn man schwere Elemente verankern möchte.