Leimbinder was ist das ? und wo wird ein Leimbinder eingebaut

Leimbinder werden heute in vielen Bereichen eingesetzt, gerade für größere Holzkonstruktionen im Außenbereich oder auch bei der Möbelherstellung werden immer häufiger Leimbinder verwendet.

Leimbinder werden in unterschiedlichen Formen, Dicken und Längen angeboten und somit bietet sich immer der optimale Leimbinder für den persönlichen Bedarf an. Die Leimbinder werden auch als Brettschichtholz bezeichnet, im Handel findet man diese häufig unter der Abkürzung BSH. Ein Leimbinder besteht aus mindestens 3 Brettlagen, die in gleicher Faserrichtung verleimt sind. Heute werden Leimbinder häufig im Ingenieurholzbau verwendet, denn sie halten hoher statischer Beanspruchung problemlos stand. Binder aus Brettschichtholz zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit aus und werden sowohl als Brettschichtbinder als auch als Leimbinder bezeichnet. Durch die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten und die leichte Verarbeitung sind Leimbinder sehr gefragte Baumaterialien.


Hergestellt werden Leimbinder industriell. Hierfür werden Holzbretter in speziellen Verfahren getrocknet, denn eine möglichst hohe Trockenheit ist bei der Herstellung wichtig. Die getrockneten Bretter werden gehobelt und mit einer Keilzinkung verbunden. Nach diesem Vorgang werden die sogenannten Lamellen zu Kanthölzern verleimt und letztlich das komplette Kantholz noch einmal gehobelt um Überstände abzuarbeiten und eine möglichst glatte Fläche zu erreichen. Leimbinder werden so in verschiedenen Dimensionen hergestellt. Das Grundmaterial für einen Leimbinder ist grundsätzlich Massivholz und für einen Leimbinder wird grundsätzlich durchgängig die gleiche Holzart verwendet. Hin und wieder findet man Leimbinder mit unterschiedlichen Holzarten im Handel, hierbei handelt es sich letztlich um minderwertige Qualität. Verwendet werden für die Herstellung von Holzbindern: Fichten-, Douglasien-, Lärchen-, Kiefer- und Tannenhölzer. In Frankreich ist auch die Herstellung aus Pappelhölzern üblich, jedoch sind diese fast in ganz Europa baurechtlich nicht zugelassen. Zur Herstellung der Leimbinder dürfen auch nur zugelassene Leime verwendet werden und es ist eine sorgfältige Verarbeitung vonnöten. Diese wird durch ständige Kontrollen gesichert.
Bei fachgerechter Verarbeitung und der Verwendung von hochwertigen Holzbindern bieten sich viele Vorteile beim Bau. Durch die Mehrschichtigkeit der Leimbinder findet viel seltener eine Rissbildung statt, als bei der Verarbeitung von Vollholz. Besonders für Dachkonstruktionen lohnt der Einsatz von Leimbindern. Durch die Temperaturresistenz bieten sich Leimbinder auch als Ersatz für Stahlträger an, denn sie bieten eine hohe Festigkeit. Die Verarbeitung von Leimbindern ist auch für Laien machbar, denn grundsätzlich werden diese wie auch Vollholz verarbeitet. Auch komplette Konstruktionen aus Leimbinder sind möglich, vom Gartenhaus bis zum vollständigen Wohngebäude können Leimbinder eingesetzt werden. Gerade da Leimbinder sich auch bei der Verarbeitung als sehr unproblematisch zeigen, sind sie ein ideales Baumaterial und in Relation gesetzt relativ günstig.
 

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