Langspanholz

Im Fachhandel heißt Langspanholz Parallam. Dies sind Holzstreifen, die man in einem Spezial-Extruderverfahren zu großen Plattenbalken presst. Die E-Module sowie die Festigkeitswerte von Langspanholz sind besonders hoch und unübertroffen in der Gruppe der Holzwerkstoffe. Man verwendet Langspanholz vorrangig als Unterzug oder im Falle von Sturzkonstruktionen, also immer, wenn das Holz steif und biegefest sein muss. Leider hat Langholz den Nachteil, dass seine Makro-Struktur eine Vielzahl an Öffnungen und Löchern enthält, die sich bilden, weil das Langspanmaterial so grob aufgelöst wird. So kann Feuchte eindringen und sich im Querschnitt ansammeln. Besonders, wenn druckluftbetriebene Befestiger wie Klammern oder Nägel benutzt werden, sollten Sie Acht geben, dass die Einbindelängen lang genug sind, weil die Klammer zuweilen erst nach maximal 10 mm unterhalb der Oberfläche ihren festen Passsitz in dem jeweiligen Material findet. Daher sollte man die Einbindelängen für Nägel und Klammern, die in der DIN gefordert werden, um ¼ erhöhen.