Tauwasserschutz

Tauwasserschutz

Gemäß DIN 4108-3 ist es nicht schädlich, wenn sich in Bauteilen Tauwasser bildet, sofern die Standsicherheit und der Wärmeschutz nicht aufgrund des erhöhten Feuchtigkeitsgehalts der Dämm-und Bauteile gefährdet sind. Das funktioniert dann, wenn das Wasser, das während der Tauzeit im Inneren des Bauteils anfällt, in der Verdunstungsphase erneut an die Umgebung abgegeben wird. Dabei darf es nicht zur Schädigung der Baustoffe kommen, etwa in Form eines Pilzbefalls. Wenn es sich um eine Wand- und Dachkonstruktionen handelt, ist die maximal zulässige Tauwassermasse 1,0 kg/m. Wenn Tauwasser an den Berührungsflächen von Schichten auftritt, deren Kapillaren kein Wasser aufnehmen können, muss mindestens eine Tauwassermenge von 0,5 kg/m abtropfen oder ablaufen. Wenn es sich um Holz handelt, darf sich der massebezogene Feuchtigkeitsgehalt um höchstens 5 % erhöhen und bei Holzwerkstoffen um höchstens 3 %.