Magnesium

Bei Magnesium handelt es sich um eine chemisches Element, dessen Symbol Mg und Ordnungszahl 12 lautet.

Es ist das achthäufigste Element in der Erdkruste. In elementarer Form ist Magnesium in der Natur nicht vorhanden, da es so reaktionsfreudig ist. Als Mineral findet man es vor allem als Carbonat, Chlorid, Silicat und Sulfat. Es gibt zwei verschiedene Methoden, um Magnesium zu gewinnen. Einerseits durch die Schmelzflusselektrolyse von geschmolzenem Magnesiumchlorid. Dies geschieht in Downs-Zellen, also großen Eisentrögen. Graphitstäbe, die man von oben einlässt, fungieren als Anioden und an den Spitzen verfügen sie über Kathoden in Ringform. Es kommt zur Sammlung des metallischen Magnesiums auf der Salzschmelze. Anschließend kann man es abschöpfen. Es entsteht Chlorgas, welches sich oben in der Zelle sammelt. Dieses setzt man wieder ein, um aus Magnesiumoxid Magnesiumchlorid zu produzieren. Die zweite Möglichkeit ist eine thermische Reaktion von Magnesiumoxid. Man bezeichnet dieses Verfahren als Pidgeon-Prozess. Dabei befüllt man einen Chrom-Nickel-Stahl-Behälter mit Schwerspat, gebranntem Dolomit und Koks, Calciumcarbid, Ferrosilicium oder einem anderen Reduktionsmittel. Dann pumpt man das Gas ab und erhitzt das Ganze auf eine Temperatur von 1160 Grad Celcius. Das Magnesium kondensiert als Dampf an dem mit Wasser gekühlten Kopfstützen außerhalb vom Ofen.

Magnesium wird für vielfältige Zwecke eingesetzt. Metallisches Magnesium dient als Reduktionsmittel, um Titan, Kupfer, Chrom, Nickel und Uran zu gewinnen. Mit Magnesiumgranulat entschwefelt man Stahl und Eisen. Magnesiumlegierungen verwendet man zur Herstellung von Fahrgestellen und Teilen von Fahrrädern, Motorrädern und Flugzeugen. Auch im Maschinenbau werden gern Magnesiumlegierungen benutzt, meist mit Aluminium und Zink.  Daraus lassen sich Profile, Gehäuse und vieles mehr herstellen.