Marmor

Marmor ist ein Carbonatgestein, das sich mindestens zur Hälfte aus den Mineralen Calcit, Dolomit sowie Aragonit zusammensetzt.

Es handelt sich um ein metamorphes Gestein, welches im Erdinneren durch Druck und Hitze bei der Umwandlung von Kalksandstein und weiteren karbonatreichen Gesteinen entsteht. In einer weiter gefassten, nicht fachlichen Definition versteht man unter Marmor auch Stuck- und Kunstmarmore, die von Menschen gefertigt werden. Diese sind jedoch kein echter Marmor, da es sich bei Marmor stets um ein natürliches Gestein handelt, welches nicht auf künstliche Weise hergestellt werden kann.

Meist weisen Marmore eine mittel- bis hin zu großkristalline Struktur auf. Wenn in den Ursprungsgesteinen andere Stoffe beigemengt sind, entsteht das bekannte Dekor, die Marmorisierung. Es gibt Marmor in den unterschiedlichsten Farbtönen, schwarzgestreift, grün, gelb, rosa, weiß, rot, braun, blau, graublau usw. Rötliche Marmore entstehen beispielsweise durch Hämatit, braune und gelbe durch Limonit und grüne durch Serpentinminerale oder Chlorit.

Früher nutzte man zur Gewinnung von Marmor Klüfte und setzte Hebestangen, Wasser und Keile aus Holz und Eisen ein. Schon seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Marmor in Griechenland abgebaut. Ab der Renaissance setzt man Sprengmittel ein, um Marmorzu gewinnen. Seit Beginn des 19. Jahrhundert wird eine Steinsäge eingesetzt. Die Methoden werden technisch immer ausgereifter, doch auch heute noch ist es sehr mühsam und kompliziert, Marmor zu gewinnen.

Bereits aus der Antike sind viele Kunst- und Bauwerke aus Marmor bekannt, wie die Akropolis und der Pergamonalter Heute setzt  man Marmor vor allem im Innenausbau für Treppen- und Bodenbeläge, Wandfliesen und Fassadenplatten ein. Im Mittelmeerraum wird Marmor auch als Arbeitsplatte und Waschbecken verarbeitet.

 

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