MDF-Holzfaserplatte

MDF-Holzfaserplatte ist die Abkürzung für mitteldichte Holzfaserplatte.

Der Name stammt daher, dass die Dichte der Platten sich in der Mitte zwischen Schnittholz und Nassfaserplatten befindet. Diese Platten bestehen aus sehr fein zerfasertem Nadelholz, das generell rindenfrei ist. Man verpresst Schwarten, Rundholz, Hackschnitzel und gelegentlich auch Altholz schonend, wodurch ein Holzwerkstoff entsteht, welcher in Quer- und Längsrichtung homogen ist. Dazu wird das Ausgangsmaterial gereinigt, dann zerfasert, in einen Refiner gegeben, getrocknet, geformt und gepresst. MDF-Holzfaserplatten verfügen über feste und glatte Kanten, darum braucht man für die Profilierung keinen Anleimer. Es gibt drei unterschiedliche Arten von mitteldichten Holzfaserplatten. Sie werden der Dichte nach eingeteilt. Normale HDF-Platten weisen eine Dichte von mehr als 800 kg/m3 auf. Leicht-MDF-Platten haben eine Dichte von weniger als 550 kg/m3. Ultraleicht-MDF-Platten verfügen über eine Dichte von weniger als 550 kg/m3.  Die Platten wurden in Nordamerika erfunden und sind erst seit etwa 30 Jahren auch in Europa verbreitet.

Holzarten, aus denen MDF-Platten angefertigt werden, sind zum Beispiel Buche, Fichte und Kiefer. Neuerdings nutzt man jedoch auch Akazie, Birke, Eucalyptus, Gummibaum und Pappel.

Man kann MDF-Holzfaserplatten für verschiedenste Zwecke einsetzen. Oft nutzt man sie für Fußböden, sehr gern vor allem für Laminatböden. Generell können MDF-Platten im Innenausbau gut verwendet werden. Sie sind sehr flexibel und lassen sich beispielsweise wunschgemäß lackieren. Zur Herstellung von Möbeln werden sie ebenfalls häufig verwendet, sowohl in der industriellen Fertigung als auch durch Tischler. Küchenfronten und deren Profilverzierungen sind oft aus MDF-Platten. Da MDF-Holzfaserplatten schwingungsfrei sind, werden aus ihnen außerdem Lautsprecher gebaut.