Mehr Schutz für die alpine Bergwelt

Mehr Schutz für die alpine Bergwelt
Umweltminister Schnappauf begrüßt Inkrafttreten der "Alpenkonvention" / Italien, Frankreich, Schweiz und EU sind jetzt zur Ratifizierung der Alpenkonvention aufgefordert

(München) "Die Alpenkonvention muss jetzt mit Leben erfüllt werden", hob Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf zum morgigen Inkrafttreten der Vereinbarung hervor. Schnappauf forderte die großen Nachbarländer Italien, Frankreich, die Schweiz sowie die EU auf, die Protokolle der Alpenkonvention jetzt rasch zu ratifizieren. Deutschland, Österreich und Lichtenstein haben durch die Hinterlegung der Ratifizierungsurkunde den Grundstein für das Inkrafttreten der Alpenkonvention im Alpenraum gelegt. Nach den Worten Schnappaufs kann der Schutz der Alpen nur als alpines Gemeinschaftswerk gelingen, daher ist die Alpenkonvention eine Grundlage für einen verbesserten Schutz der Alpen. Schnappauf dankte der CIPRA für ihr langjähriges Engagement zum Schutz der Alpen. Ein großer Schritt nach vorne sei bereits, dass sich die Alpenstaaten auf die Einrichtung eines Alpensekretariats in Innsbruck mit der Außenstelle in Bozen geeinigt haben.
Als ein weiteres wichtiges Ziel bei der Umsetzung der Alpenkonvention nannte Schnappauf, dass zum Beispiel das System von Tabuzonen, in denen keine Erschließungsmaßnahmen zulässig sind, auch in den anderen Alpenstaaten übernommen wird. Die Menschen und ihre Siedlungen im Alpenraum sollen damit vor Gefährdungen durch Lawinen, Muren oder sonstige alpine Gefährdungen geschützt werden, betonte Schnappauf. In Bayern sind bereits 43 Prozent der Alpenfläche als Tabuzone ausgewiesen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Umsetzung des Tourismusprotokolls der Alpenkonvention. Nach den Worten Schnapaufs darf es zu keinem Wettrüsten der alpinen Schigebiete mit Schneekanonen kommen. Der Wintertourismus muss sich mehr an den natürlichen Gegebenheiten orientieren.

Schnappauf forderte die Bundesregierung auf, mehr Druck zu machen, dass die Protokolle der Alpenkonvention in den alpinen Nachbarstaaten und durch die EU ratifiziert werden. Besonders die EU hat sich bisher noch nicht mit entsprechendem Nachdruck eingebracht.

Weitere Informationen: http://www.natur.bayern.de