Messeplatz Deutschland: Internationalität steigt weiter

Messeplatz Deutschland: Internationalität steigt weiter
Erstmals ein Fünftel der ausländischen Aussteller aus Asien

Berlin, 2. Juli 2002 - Vor allem Unternehmen aus Asien haben im Jahr 2001 dafür gesorgt, dass die Zahl ausländischer Aussteller auf deutschen Messen erneut deutlich gewachsen ist, - gegenüber 2000 um 3 % auf jetzt 83.674. Das ergab eine Analyse des AUMA – Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.
Insgesamt 16.800 asiatische Aussteller (+ 6,5 %) waren 2001 auf den 133 internationalen Messen in Deutschland präsent. Ihr Anteil an allen ausländischen Ausstellern überschritt erstmals die 20 %-Marke. Größter Aussteller aus Asien war erstmals die VR China mit mehr als 3.500 Ausstellern (+ 24 % zu 2000). Indien verzeichnete mit gut 1.700 Beteiligungen ein Plus von 9 %. Erhebliche, teilweise zweistellige Wachstumsraten verzeichneten auch Süd-Korea, Japan und Thailand.

Ein leichter Anstieg wurde für die Beteiligungen aus dem europäischen Ausland registriert; dies gilt sowohl für die EU (+ 0,7 %) wie für die übrigen europäischen Länder (+ 0,5 %).

Positive Ergebnisse hatten aus dem EU-Raum insbesondere Italien und Spanien. Einige EU-Länder waren allerdings in deutlich geringerem Unfang präsent, z. B. Großbritannien und Schweden. Ein ähnlich differenziertes Bild zeigten die übrigen europäischen Länder: Erheblich mehr Aussteller kamen aus der Türkei, Tschechien, Russland und der Ukraine; dagegen verzeichneten die Schweiz und Dänemark weniger Beteiligungen.

Erheblich weniger Aussteller reisten auch aus den USA zu den deutschen Messen (- 15 %). Die Gründe liegen weniger in Absagen nach den Terroranschlägen in New York und Washington; ausschlaggebend war wohl vorrangig der starke Konjunktureinbruch in den USA, aber auch das turnusgemäße Fehlen einiger Messen mit traditionell starker US-Beteiligung. Für Kanada dagegen wurde ein Plus von 6 % registriert.

Die Beteiligungen aus Lateinamerika stiegen, wie in ungeraden Jahren üblich, deutlich um 10 %, vor allem wegen umfangreicher Lebensmittelpräsentationen, aber auch aufgrund generell verstärkter Exportanstrengungen. So wuchs die Zahl der Aussteller aus Brasilien (+ 21 %) und Mexiko (+ 42 %) sehr deutlich.

Auch Afrika verzeichnete vorrangig, bedingt durch Lebensmittelpräsentationen, ein Plus von 17 %. Größte Aussteller waren hier Südafrika, Ägypten und Marokko.

Das Land mit den meisten Beteiligungen am Messeplatz Deutschland war mit deutlichem Abstand erneut Italien mit 13.964 Ausstellern, gefolgt von Großbritannien (5.787), Frankreich (5.721), den USA (5.318), Spanien (4.649) und den Niederlanden (4.524). Die weiteren Plätze unter den ersten Zehn belegten die VR China (3.556), Taiwan (3.419), Österreich (3.374) und die Schweiz (3.290) Aussteller.