Minimaler Wartungsaufwand, mehr Leistung: Hydraulischer Torantrieb


Hydraulische Antriebe für Sektionaltore haben gegenüber den üblichen, elektrischen Alternativen besondere Vorteile für Betreiber und Monteur: Sie sind schneller montiert, verbrauchen weniger Energie, funktionieren optional auch unabhängig von der Stromversorgung und sind praktisch wartungsfrei. Die patentierte Lösung wird in Deutschland zur Zeit exklusiv vom Tor-Spezialisten Teckentrup (Verl) angeboten. Hydraulisch betriebene Tore benötigen keine Torsionsfedern (Ausgleichsfedern) und sind somit schneller montiert. Damit entfällt auch das Spannen und die regelmäßige, zeitintensive Wartung der Federn. Da sich das Hydrauliköl in einem geschlossenen System befindet, sinkt der Wartungsaufwand auf ein Minimum. Eine jährliche Inspektion übernimmt der Hersteller auf Wunsch.

Ein Antrieb für zwei Tore

Da über ein Antriebssystem auch zwei nebeneinander liegende Sektionaltore bedient werden können, ist das System besonders für Anlagen mit mehreren Toren geeignet: Die Zahl der Antriebe lässt sich im Idealfall halbieren. Hinzu kommt der geringere Stromverbrauch, denn die Hydraulik nutzt das Eigengewicht der Tore: Beim Herunterfahren fließt kein Strom. Dadurch genügt bereits eine konventionelle 230-Volt-Stomversorgung für den Motor und so spart diese Technologie bis zu 50 Prozent Energie.

Kostenvorteile ergeben sich auch durch die lange Lebensdauer der hydraulischen Antriebe: Die Federn eines gewöhnlichen Industrie-Sekionaltors müssen nach 25.000 50.000 Zyklen ausgetauscht werden, das kostet zwischen 400 und 500 Euro. Zusätzlich können Kosten durch Produktionsstillstand entstehen. Die Hydraulikeinheit hält 250.000 Zyklen, also fünf bis zehn Mal so lange und amortisiert sich so bereits nach ein bis zwei Jahren.

Im Notfall hilft eine Handpumpe oder der Akku-Schrauber

Fällt der Strom aus, lassen sich die Tore mit einem Akku-Schrauber oder der integrierten Handpumpe öffnen und schließen. Für das Senken des Tores genügt es sogar, das Senkventil per Hand zu öffnen. Besondere Sicherheit bietet eine Lösung mit zwei Akkus in Verbindung mit einem 12-Volt-Antriebsmotor: Die Akkus übernehmen die Stromversorgung vollständig und laden sich selbst über das Stromnetz. Bei einem „Black-out“ reicht die Kraft dieser „Power-Unit“ dann für mindestens 40 Zyklen. Das System eignet sich besonders für Einsatzgebiete, bei denen die Funktion der Tore unbedingt zu gewährleisten ist, bspw. für Feuerwehren oder Notfallstationen von Krankenhäusern.

Die Hydraulik sorgt außerdem für zusätzliche Sicherheit: Bei geöffnetem Tor ist der Hubzylinder vollständig ausgefahren das Tor kann also nicht abstürzen, sondern wird immer mechanisch gehalten. Weil das Gewicht anders als bei Feder-Systemen nicht exakt eingestellt werden muss, sind sogar nachträgliche Änderungen möglich, z.B. die Montage einer zusätzlichen Schutz-Schwelle oder dem Einbau einer Schlupftür.

Ältere Teckentrup-Sektionaltore lassen sich oft problemlos auf den hydraulischen Antrieb umrüsten. Der optimale Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn die Federn ohnehin getauscht werden müss(t)en. Der Antrieb ist sogar optisch attraktiv, denn das gesamte Zylinder-System ist in einer Box gekapselt. Sie lässt sich auch einfach reinigen gerade im Vergleich zu Feder-Systemen.

Technische Daten Teckentrup Hydraulik-Antrieb

Öffnungsgeschwindigkeit: 18 und 27 cm/s, optional bis 48 cm/s

Stromanschluss 230 Volt, Wechselstrom

optimale Torzahl / Pumpensystem 2

Temperaturbereich - 40 bis +70 Grad Celsius

Bild-Hinweis:

Abbildung: Foto: Teckentrup

Mit dem hydraulischen Teckentrup-Antrieb lassen sich auch mehrere Tore steuern. Außerdem verbraucht er gegenüber elektrischen Alternativen nur rund die Hälfte Energie und sorgt im Akku-Betrieb für Betriebs-Sicherheit: Wenn der Strom ausfällt, lässt sich ein Tor noch mindestens 40 Mal Öffnen und Schließen.