Mischbinder

Um Mörtel herzustellen, braucht man abhängig vom Einsatzgebiet verschiedene Bindemittel.

Eines dieser Bindemittel ist der Mischbinder. Dabei handelt es sich um ein hydraulisches Bindemittel, in welchem Hüttensand oder Hochofenschlacke, fein gemahlener Trass, und als Anreger zur Erhärtung Portlandzement oder Kalkhydrat enthalten ist. Die Erhärtung von Mischbindern kann unter Wasser oder auch an der Luft erfolgen. In der DIN 4207 ist reguliert, dass Mischbinder nach einer Zeit von 28 Tagen eine Druckfestigkeit von minimal 15 N / mm² aufweisen muss. Man mischt Mischbinder auf der Baustelle oder kann es im Baumarkt als Fertigmischung erwerben. Abhängig von der jeweiligen Mischung, kann man verschiedenen Stufen der Festigkeit und Verdichtbarkeit erzielen.

Eingesetzt wird Mischbinder zum Herstellen von unbewehrtem Beton oder von Mörtel. Zur Herstellung anderer Arten von Beton oder Mörtel benutzt man andere Bindemittel. Im Beton dient das Bindemittel zum Halten der Gesteinskörnung in einer festen Position. Mit ihm können Zwischenräume zwischen den Körnern geschlossen werden, wodurch die Kapillarität niedrig wird. Mischt man das Bindemittel falsch, kommt es zur Entstehung von Hohlräumen in der Gesteinskörnung, den sogenannten Poren. Dies führt zu einer hohen Kapillarität, der Festbeton kann also mehr Wasser als gewöhnlich aufnehmen und rissig werden. Wenn Frost herrscht, kommt es zur Ausdehnung des Wassers und es ist möglich, dass der Beton bricht.

Mörtel, genauer gesagt Wassermörtel, entsteht, wenn man Mischbinder, Wasser sowie Gesteinskörnung im richtigen Verhältnis vermischt. Wassermörtel lässt sich sowohl für Bauteile im als auch außerhalb des Wassers einsetzen. Man nutzt Mischbinder auch, wenn sich ein aus bindigem Boden stammender Bodenaushub schlecht verdichten lässt.