Mitbauhaus

Mitbauhaus auch Ausbauhaus genannt.

Wer ein solches Haus meint, könnte dazu eigentlich auch Mitbauhaus sagen oder auch das "Haus mit Muskelhypothek" nennen, denn bei diesem Ausbauhaus muss man schon kräftig mit anpacken. Wenn sich ein zukünftiger Hausbesitzer die Frage stellt, was er sich finanziell leisten könne, muss er bei der Wahl eines solchen Hauses sich selbst zugleich die Frage stellen, was er sich handwerklich zutraue. Hier muss der Bauherr eine ganze Menge der Arbeiten in Eigenleistungen erbringen. Dass er bei diesem Haus bereits im Vorfeld entscheiden oder wissen muss, was er selbst an Leistungen erbringen kann oder für welche Arbeiten er die richtigen Freunde hat, ist schon immens wichtig.

Ein solches Ausbauhaus wird von dem Bauunternehmen nur als ein geschlossener Rohbau dem Besitzer übergeben oder anders ausgedrückt sieht dieses Haus von außen bereits fertig aus und ist auch wärmegedämmt und komplett verklinkert, doch müssen sämtliche Innenausbauten vom Besitzer bzw. von Fremdfirmen ausgeführt werden. Für die finanzielle Seite sieht es so aus, dass die im Grundbuch eingetragene Schuld um mehrere Zehntausende von Euros verringert ist, da er den kompletten Innenausbau selbst fertigstellt. Mit der Übergabe des fertigen Rohbaus inklusive der Leerrohre für die elektrischen Leitungen und der Wasser und Heizungsrohre bis zur Übergabestelle an den Hausbesitzer hat der Architekt zugleich ebenfalls seine Arbeiten erledigt.

Sollten im Nachhinein noch irgendwelche Schäden an der Hülle oder auch im Innenraum des Hauses durch äußere Einwirkungen entstehen, haftet allerdings rechtlich gesehen noch die Baufirma. Dies kann allerdings dazu führen, dass sich bei plötzlich auftretender Nässe durch Undichtheit des Hauses der gesamte Ausbau verzögern kann, wenn die Baufirma den Schaden nicht sofort beseitigen kann. Das kann unter Umständen so weit gehen, dass der Hauseigentümer für sehr lange Zeit auf dem Rohbau festsitzt; die Folgeschäden hierdurch noch gar nicht berücksichtigt. Ein solcher Schaden hat bei schlechten Baufirmen schon an den Rand des finanziellen Ruins geführt.

Der Hausherr kann jedoch auf durch die Baufirma angebotenen Pakete für den teilweise durchgeführten Innenausbau zurückgreifen Dies bedeutet, dass das komplette Material plus einer genauen Bauanleitung durch das Bauunternehmen gestellt wird. Bei speziellen Fragen steht die Baufirma dem Bauherrn jedoch immer mit Rat und Tat zur Seite. Hierbei kann sich der Bauherr auch nicht verkalkulieren, denn er bekommt nur so viel Material geliefert, wie er tatsächlich benötigt. Der Hausherr kann auch durchaus im Vorfeld versuchen, durch die richtige Auswahl von verschiedenen Firmen eine Menge Geld zu sparen, indem er günstigere Firmen als die Baufirma an der Hand hat. Ein solches Ausbauhaus schont ganz beträchtlich den eigenen Geldbeutel.