Mythen über der Attika

Mythen über der Attika

Das Panorama ist atemberaubend. Wenn man auf den 1.300 Qua-dratmetern des Kantonalbankdachs steht und über die grauen WOLFIN-Dachbahnen bis zur Attika schaut, erheben sich darüber am Horizont die Gipfel des Mythenmassivs.
Dach mit Bergblick
Das 1967 errichtete Hauptgebäude der Schwyzer Kantonalbank in der Bahnhofstrasse im Hauptort Schwyz ist ein teils zwei-, teils fünfgeschos-siges Flachdachgebäude im betonverliebten Stil der 70er Jahre und setzt so einen kontrastierenden Akzent zur traditionellen Biberdachland-schaft der umgebenden Bebauung. Das Flachdach umfasst auf insge-samt drei Ebenen eine Gesamtfläche von 2.500 m². Die größte Teilflä-che von 1.200 m² erstreckt sich über dem zweigeschossigen Sockelbau mit der Schalterhalle. Hier ist die Dachfläche durch acht großformatige Oberlichtkuppeln unterbrochen. Diese Flächen waren stellenweise un-dicht und an noch mehr Stellen in verschiedenen Materialien geflickt.

Komplettsanierung mit Zweischalenkonstruktion
Im Zuge der 2002 begonnenen Gesamtsanierung, bei der erst die Fas-sade energetisch aufgerüstet und die teilweise lose gewordene Traver-tin-Plattenverkleidung erneuert wurde, kam auch das Dach an die Reihe. Aus statischen Gründen sah man eine „Zweischalenkonstruktion“ mit doppelter Dämmschicht, einem Stahltrapezkern und als obere Abdich-tung ein „Nacktdach“ ohne Auflast vor. Das alte Dachschichtenpaket wurde bis auf die bestehende Betondecke mit Zementüberzug und alter Dampfsperre abgetragen. Auf die neue Dampfsperre V4A (als Notdach) kamen als erste Wärmedämmschicht 8 cm Schaumglas T4 und darauf eine Schutzabdeckung mit einem EGV-3 als Schutz der Wärmedäm-mung während der Bauausführung und Montage des Stahltrapezblechs SP 160. Auf dieses Leichtmetalldach wurde eine weitere Wärmedämm-schicht von 8 cm Schaumglas T4 aufgebracht. Diese wurde mit der Po-lymerbitumen-Dichtungsbahn EP4, mit Heissbitumen vollflächig aufge-klebt, als 1. Lage belegt. Für die entscheidende 2. Lage und obere Ab-dichtung entschied man sich für die gewebearmierte und selbstklebende Kunststoffbahn WOLFIN GWSK in einer Stärke von 2,3 mm, allerdings nicht in klassischem Schwarz, sondern aus ästhetischen Gründen und wegen der besseren Wärmereflexion in hellem Grau. Sie ist dank ihrer Rezepturausstattung auch für Nacktdachkonstruktionen geeignet.

Mehrfache Sicherheit
WOLFIN GWSK zeichnet sich über die gesamte Dicke durch eine hoch-polymere, durchgehend homogene Qualität mit einem Anteil hochpoly-merer Stoffe von mehr als 94 % aus. Das Resultat für den Verleger: mehrfache WOLFIN-Sicherheit in einer Bahn. Diese Qualität erweist sich in einem ganzen Bündel konkreter Pluspunkte. Die Bahn ist dank des eingelegten Glasgittergewebes besonders dimensionsstabil und reiss-fest. Vor allem aber besticht das Topmodell der hochpolymeren Dach- und Dichtungsbahnen in seiner Klasse marktführend in Europa nicht nur durch seine Leistungsfähigkeit, sondern auch durch seine schnelle und saubere Verarbeitung: ausrichten, Trennfolie abziehen, andrücken, Nähte verschweissen, fertig!

Einfach zu verarbeiten
Diese Erfahrung machten auch die Dachdecker und Spengler, die mit den Sanierungsaufgaben betraut wurden. Nachdem sie Dämmschicht und erste Abdichtungslage aufgebracht hatten, war der Rest der Fläche einfach zu handhaben. Und dank des WOLFIN-Verbundblechs waren auch die handwerklichen Detailarbeiten an den Anschlüssen zu den Lichtkuppeln, Lüfterdurchdringungen und Dachwasserläufen kein Pro-blem. Das galt auch für die etwas aufwändigeren Arbeiten an der Attika. Die Innenkante der Attika wurde durch einen Bitumenkeil „entschärft“. Den Anschluss an die Flächenabdichtung erleichterte die materialidenti-sche Beschichtung des WOLFIN-Verbundblechs. Der obere Teil dieses Wandanschlussprofils ist verdeckt durch die Faserzementplattenabdek-kung an der Innenseite der Attika. Der untere Teil, der Übergang WOL-FIN GWSK auf das WOLFIN-Verbundblech, wurde mit einem 1,5 mm-Bahnenzuschnitt 150 mm breit homogen überschweisst. Die einzige Schwierigkeit, mit der die Dachdecker zu kämpfen hatten, war dann auch der frühe Wintereinbruch. Solange der Schnee zentimeterhoch liegt, kann auch die beste Bahn nicht verarbeitet werden.

Dicht wie ein Tresor
Eine kurze Warmfront erlaubte, das Dach fertigzustellen, bevor der Win-ter richtig zulangte. Jetzt, nach dem ersten Winter, kann man feststellen: Bewährungsprobe bestanden. Aber das war ja auch nicht anders zu er-warten. HS

B A U T A F E L
Objekt: Hauptsitz der Schwyzer Kantonalbank, CH-Schwyz/SZ
Projekt: 1.200 m² Flachdachsanierung
Architekt: BSS Architekten, Hirschstrasse 15, CH-Schwyz/SZ
Unternehmer: Josef Kündig Flachbedachungen, CH-Ibach/SZ
Systembera-
tung: Hofer Dichtungssysteme GmbH, CH-Mumpf/AG
Produkte: WOLFIN GWSK grau 2,3 mm
WOLFIN IB Zuschnitt 1,5 mm
WOLFIN-Verbundblech
Hersteller: WOLFIN + Teroson Bautechnik, D-Wächtersbach/D

Weitere Informationen über WOLFIN und Teroson finden sich auch im Internet unter www.wolfin.com bzw. www.teroson-bautechnik.com