Nachbarschaftshilfe und wie man sich absichert

Wer ein Haus baut hat viel zu tun.

Trotz der vielen Verpflichtungen mit Behörden, Firmen und Planern legen viele Bauherren trotzdem gerne selbst Hand an das neue Eigenheim. Zum Beispiel Modifikationen an Dach oder Wintergarten, die finanziell nichtmöglich sind, kann man gut selbst machen. Hier bieten sich auch oft Freunde, Verwandte oder Nachbarn als Hilfe an. Doch hier gilt es, sich mit Versicherungen abzusichern.

Denn schneller als man denkt kann hier ein Unfall passieren, der abgesichert werden muß. Sobald man selbst als Privatperson Hand anlegt, wird man automatisch vor dem Gesetz zum „Nicht gewerbsmäßigen Unternehmern“. Deshalb müssen Sie Ihr Bauvorhaben innerhalb von einer Woche nach Baubeginn bei der zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft melden. Das gilt auch für nicht genehmigungspflichtige Baumaßnahmen. Sie müssen zum Beispiel einen Stundenzettel für Ihre unentgeltlichen Helfer führen. Wichtig ist die richtige Arbeitskleidung, zum Beispiel Helme auf der Baustelle, Handschuhe bei Zementarbeiten und Sicherheitsschuhe. Ihre privaten Helfer sind also per Gesetz gut abgesichert. Aber auch Sie selbst brauchen eine Versicherung, denn Sie als Bauherren sind nicht automatisch geschützt. Hier greift eine private Unfallversicherung oder der freiwillige Unfallversicherungsschutz der BG BAU. Doch trotzdem passieren auf solchen Baustellen immer wieder Fehler. Generell gilt: Sie können Ihren Bekannten oder Verwandten nicht für einen Schaden am Bau haftbar machen.

Wenn die Privathaftpflicht desjenigen aber Gefälligkeitshandlungen mit einschließt wird diese dafür aufkommen. Dies gilt sowohl für Sach- als auch Personenschäden. Wenn ein am Bau Unbeteiligter betroffen ist, z.B. ein Passant, greift die Privathaftpflicht des Bauherren. Es wird geraten, vor Beginn der Maßnahmen die bestehenden Policen zu prüfen