Neubau für Außenwohngruppe mit Liapor

Neubau für Außenwohngruppe mit Liapor
Neues Heim für zwölf

Im hessischen Fulda bezogen im September 2003 zwölf junge, geistig behinderte Menschen ihr neues Zuhause, das "Haus Goretti" des Fuldaer St. Antoniusheims. Zweck-mäßig und bewohnerfreundlich präsentiert sich der Entwurf von Architekt Dipl.-Ing. Michael Hodes für das Heim der Außenwohngruppe. Beim Bau des zweige-schossigen Gebäudes entschied er sich gemeinsam mit dem Bauherrn für den bewährten, wärmedämmenden Wand-baustein Liapor Super-K.Helle und freundliche Zimmer bietet das neu gebaute "Haus Goretti" des St. Antoniusheims seinen zwölf jungen Bewohnern und ihren fünf Betreuern. Die Gruppe Goretti wurde 1962 als erste Außenwohngruppe von Menschen mit geistiger Behinderung in Hessen gegründet. Die heilpädagogische Einrichtung hilft den Behinderten dabei, ihre ersten Schritte ins Erwachsenenleben und die Eigenständigkeit zu machen. Dazu gehört das Wohnen in familienähnlicher Form allerdings nicht in einem geschlossenen Heim, sondern in den eigenen vier Wänden.
An gleicher Stelle, an der Fuldaer Sankt-Vinzenz-Straße, stand das frühere Goretti-Haus aus den 30-er Jahren. Da eine Sanierung des renovierungsbedürftigen Gebäudes wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen wäre, beschloss das St. Antoniusheim seinen Abriss und ließ einen Ersatzneubau errichten. Finanziert wurde das Projekt in erster Linie aus Spendengeldern, die die St. Antoniusstiftung sammelte, sowie durch einen Beitrag der Aktion Mensch. "Uns war wichtig, dass genügend Platz für unsere Bewohner vorhanden ist, und vor allem, dass wir nun auch zwei Kurzzeitplätze zur Verfügung haben", freut sich Volker Eichenauer vom St. Antoniusheim. Diese Wohnmöglichkeit können behinderte Kinder und Jugendliche für wenige Wochen nutzen, deren Eltern auf Kur sind oder einfach mal ausspannen wollen.

Funktionale Bauformen

Mit Entwurf, Bauantrag und Ausführungsplanung betraute das St. Antoniusheim das Fuldaer Planungsbüro Hodes GmbH. Michael Hodes legte bei diesem Objekt Wert auf geradlinige und einfache Formen. Ein großer Quader bildet die Grundform des Gebäudes. An eine seiner Seiten ist ein dreieckiger Anbau angefügt. Damit reagierte der Architekt auf den schrägen Grenzverlauf, um zusätzlich Fläche zu schaffen. Das Dach des Anbaus bietet Platz für eine sonnige Terrasse. Das Haus wirkt durch den weißen Außenputz und die helle Holzschalung sehr offen und einladend. Mit seiner bewusst klaren Formensprache trug Michael Hodes den Bedürfnissen der Bewohner Rechnung. Zweckmäßig, funktional und klar strukturiert präsentieren sich die Räumlichkeiten, die den jungen Menschen dadurch die Orientierung erleichtern.
Die zwölf jungen Leute und die beiden Kurzzeitbewohner leben in lichten Zimmern mit großen Fenstern. Zu jedem Zimmer gehört ein Bad mit Dusche und WC. Außerdem stehen den jungen Leuten mehrere Gemeinschaftsräume zur Verfügung. In den warmen Sommermonaten lädt die großzügig gestaltete Dachterrasse in Form eines Dreiecks zum Verweilen ein. Sie ist vom Obergeschoss aus begehbar. Ein Therapieraum, Lagerräume und ein Hauswirtschafts-raum befinden sich im Untergeschoss. Das Büro der Betreuer, die Küche und ein Essensraum für die gemeinsamen Mahlzeiten wurden im Erdgeschoss untergebracht.

Gesundes Wohnklima

Für die Außen- und Kellerwände des "Hauses Goretti" lieferte die Franz Carl Nüdling GmbH (FCN) aus Fulda den Stein Liapor Super-K in der Stärke von 36,5 Zentimetern. "Mit FCN haben wir eine ausgezeichnete Fachfirma vor Ort, die uns Architekten regelmäßig durch ihre Außendienst-mitarbeiter betreut", erläutert Michael Hodes. "Aufgrund der guten Erfahrungen, die ich in der Vergangenheit mit dem Produkt Liapor gemacht habe, lag es nahe, sich wieder für den Einsatz von Liapor-Baustoffen zu entscheiden." Sogar sein eigenes Haus ließ er mit Liapor Super-K errichten. Den Grundstoff bilden kleine Tonkugeln aus Blähton. Fein gemahlener und vorgranulierter Lias-Ton wird im Drehrohrofen so lange gebrannt, bis die Kugeln sich aufblähen. Die Kugeln sind extrem leicht, druckfest und formstabil. Seine Porenstruktur macht das Naturprodukt hochwärmedämmend. In Verbindung mit Zement entsteht ein Wandbaustein mit hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften. In der verwendeten Wandstärke erreicht der Liapor Super-K mit seiner Rohdichte von 0,6 einen U-Wert von 0,35 W/m2K ein Wert, der den Anforderungen an Niedrigenergiehäuser entspricht. Neben der guten Wärmedämmung verfügt der Stein außerdem über gute Schalldämmwerte und eine ausgezeichnete Dampfdiffusion. So trägt der Liapor-Wandbaustein langfristig zur Energieeinsparung und einem gesunden, angenehmen Raumklima bei. Schließlich sollen sich die Bewohner des Goretti-Hauses in ihren ersten eigenen vier Wänden zu jeder Jahreszeit wohl und gut aufgehoben fühlen.

Abbildungen

Bild 1
Der Neubau des "Hauses Goretti" des St. Antonuisheims in Fulda steht einer Außenwohngruppe für junge Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung und wurde mit dem Liapor-Wandbaustein Super-K realisiert.
Foto: Liapor

Bild 2
Geradlinige und klare Bauformen bestimmen den Entwurf von Architekt Dipl.-Ing Michael Hodes. Durch den Anbau in Dreiecksform konnte zusätzlich Raum geschaffen werden, auch für die großzügige Dachterrasse.
Foto: Liapor

Bild 3
Der Baustoff Liapor Super-K ist duch den Zuschlag der Blähtonkugeln extrem leicht, druckfest und formstabil und zeichnet sich durch seine hervorragenden Wärmedämmeigenschaften aus.
Foto: Liapor