Neue Wetterhaut

Neue Wetterhaut

So einen Sommer gab es schon lange nicht mehr. Wochenlange Hitze und Trockenheit haben nicht nur Menschen, Tieren und Pflanzen heftig zugesetzt, sondern auch dort erhebliche Schäden angerichtet, wo man es gar nicht ohne Weiteres bemerkt. Denn alle im Freien befindlichen Holzobjekte wie Gartenhäuschen, Tische und Stühle, Zaun oder Pergola, reagieren empfindlich auf die aggressive UV-Strahlung des Sonnenlichts. Sie lässt die Anstriche verspröden und rissig werden und greift das Lignin an also den Bestandteil des Holzes, der ihm seine Festigkeit gibt. Sobald aber Feuchtigkeit in die Fasern eindringt, fängt das Holz an zu „arbeiten“, reißt auf und lässt noch mehr Feuchtigkeit hinein. Nässe ist wiederum ein idealer Nährboden für schädliche Organismen. Um diesem Zersetzungsprozess vorzubeugen, sollten ältere Anstriche regelmäßig aufgefrischt werden. Am wirksamsten und handwerklich einfachsten gelingt dies durch moderne Dickschicht-Lasuren. Das Deutsche Lackinstitut rät, solche werterhaltenden Schutzanstriche etwa alle zwei Jahre zu wiederholen. Dadurch wird auch das Ausmaß der Vorarbeiten auf ein Minimum reduziert: Es reicht vollkommen aus, die Oberfläche mit feinem Sandpapier aufzurauhen und danach sorgfältig zu säubern. Anschließend wird die neue „Wetterhaut“ aus Dickschicht-Lasur aufgetragen. Sie hat zunächst eine puddingartige Konsistenz, die sich aber in angenehme Geschmeidigkeit verwandelt, sobald man mit dem Verstreichen beginnt. Auch wer „zwei linke Hände“ hat, kann diese Arbeit ohne Mühe selber bewältigen. Die Arbeit wird durch das Resultat auf jeden Fall belohnt: Das Gartenhaus zeigt sich in neuem Glanz und ist vor Wettereinwirkungen wieder längere Zeit geschützt.