Neuheit - Die drehzahlgesteuerte Wärmepumpe
Lange, kalte Winter und eine frühe politische Umsetzung des Umweltschutzgedankens haben Schweden zum Weltmarktführer in Sachen Wärmepumpen gemacht. Zu den führenden Herstellern zählt NIBE Industrier AB, ein börsennotiertes Unternehmen mit 4.800 Mitarbeitern, das die Entwicklung der Wärmepumpen-Technologie seit vielen Jahren mit bedeutenden Innovationen vorantreibt. In Deutschland ist das Unternehmen vertreten durch die NIBE Systemtechnik GmbH in Celle.Eine Weltneuheit hat NIBE im September 2006 zunächst auf dem schwedischen Markt eingeführt: Die Erdwärmepumpe Fighter 1250 mit drehzahlgesteuertem Verdichter ist in Schweden vom Start weg auf dem Weg zum Bestseller. Kein Wunder, denn auch in Schweden steigen die Energiepreise stetig an, und dieses neue Wärmepumpenkonzept ermöglicht eine weitere Minimierung der Heizkosten.
Mit der einzigartigen Technologie von NIBE wird eine bedarfsabhängige Beheizung erreicht. Die Wärmepumpe arbeitet mit einer variablen Leistung von 4 bis 16 kW und kann sich so automatisch auf die jeweilig erforderliche Heizleistung anpassen. Dabei wird nur soviel Antriebsenergie eingesetzt, wie augenblicklich benötigt wird. Als Ergebnis stellt sich ein energiesparender Betrieb ein. Das Problem, für kurzzeitige Spitzenleistungen entweder eine elektrische Zusatzheizung oder gar ein überdimensioniertes Modell zu installieren, hat NIBE mit dieser neuen Technologie gelöst.
Schon eingebaut: individuelle Bauherrenwünsche
Der Fighter 1250 liefert mit 65°C Vorlauftemperatur ausreichend hohe Wassertemperaturen für die klassische Radiatorenheizung und kann so gleichermaßen im Neubau wie im Bestand eingesetzt werden. Das System kontrolliert auf Wunsch aber auch zwei Heizkreise, ein Vorteil für alle Bauherren, die sowohl eine konventionelle, wie auch eine Fußbodenheizung im Haus haben. Mit der hohen Leistung von bis zu 16 kW kann sogar die Schwimmbadheizung angeschlossen werden. Die integrierte Systemsteuerung erhöht oder senkt die Vorlauftemperatur automatisch zu festgelegten Zeiten und stellt zum richtigen Zeitpunkt zusätzliches Warmwasser für den morgendlichen Familienansturm aufs Bad bereit. Wer viel unterwegs ist, kann über die RCU-Einheit (remote control unit) auch per Internet oder SMS mit seiner Heizung kommunizieren.
Mehr Platz als 60 x 60 cm benötigt der Fighter 1250 nicht für die Aufstellung. Alle Anschlüsse sind übersichtlich so platziert, dass die Installation denkbar einfach ist. Das gilt auch für die vielen Extras, die die Entwickler vorgesehen haben vom Anschluss eines zusätzlichen Warmwasserspeichers über die Nutzung als passive Kühlung im Sommer bis zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft, um die Wärmequellenflüssigkeit zu wärmen und noch mehr Energie zu sparen.
Made in Markaryd
Kjell Ekermo, Geschäftsbereichsleiter der NIBE Wärmetechnik, der die neue Technologie vorab einigen deutschen Fachjournalisten in Markaryd, dem Hauptsitz von NIBE, vorstellte, berichtete begeistert von der Entwicklung des Fighter 1250: Hier im südschwedischen Småland glauben wir nicht an das Outsourcing, sondern entwickeln und produzieren unsere Produkte selbst. Das gibt uns mehr Spielraum und die Projekte lassen sich wesentlich schneller zum Abschluss bringen. Von der Idee bis zur Vermarktung hat die gesamte Entwicklung des Fighter 1250 einschließlich ausgedehnter Feldtests nicht einmal zwei Jahre in Anspruch genommen. Zug um Zug wird der Fighter 1250 ab 2007 in Europa eingeführt. In Deutschland wird die neue Technologie zur ISH 2007 auf dem NIBE-Stand in Halle 8, Stand-Nr. H10 vorgestellt.
Der NIBE Fighter 1250 arbeitet durch den frequenzgesteuerten Verdichter mit einer bislang weltweit einzigartigen Technologie zur Senkung der Betriebskosten aufgrund bedarfsgerechter Leistungsabgabe. Foto: Nibe.



