Poroton T-PlansteinSpätestens bei der Planung des Hauses stellt sich die Frage, aus welchem Material das neue Heim gebaut werden soll. Eine durchdachte Entscheidung ist hier wichtig, denn die Wandkonstruktion ist eine endgültige Entscheidung, die nachträglich nicht änderbar ist.
Je nach Anforderung kommen verschiedene Materialien in Betracht. Ob Holz, Beton oder Mauerwerk aus Stein – eine gründliche Information schützt vor späteren bösen Überraschungen.
Individuelle Eigenschaften zum Beispiel in Hinsicht auf Brand- und Schallschutz sowie Wärmedämmung oder Schutz vor Elektrosmog sollten abgewogen werden.
Zur Reduzierung von Bauschäden sollte immer ein Fachmann oder eine Fachfirma hinzugezogen werden. Wer über ein knappes Budget verfügt, sollte ausserdem auf bewährte und im Land verfügbare Baustoffe zurückgreifen, denn die Einfuhr von bestimmten speziellen Materialien kann sehr teuer werden.
Hier eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile der einzelnen Baustoffe:
Mit Abstand am häufigsten verwendet wird der Ziegel.
Klinker Ziegel
In Deutschland bestehen bei etwa 50 Prozent aller Häuser die Wände aus diesem Baustoff.
Hervorragende bauphysikalische Eigenschaften machen ihn praktisch und auch seine hohe Wärmedämmfähigkeit wird geschätzt. Auch in puncto Brandschutz und Feuchteverhalten der ist der Ziegel ein idealer Baustoff für außen und innen. Außerdem ist er frei von Schadstoffen und bietet einen hohen Schutz vor Elektrosmog.
Ebenfalls ein guter Mauerstein ist der Kalksandstein. Er kann durch sehr gute Brandschutz- und Schallschutzeigenschaften überzeugen. Jedoch kann er wegen seiner schlechten Wärmedämmeigenschaften nicht ohne Dämmschichten für Außenmauern verbaut werden.
Das Aufbringen dieser Wärmedämmung verschlechtert wiederum den Schallschutz um bis zu 5 db. Doch er bleibt in einem befriedigenden Rahmen.
Ebenfalls häufig anzutreffen ist Porenbeton. Besonders bei modernen Hausdesigns wird er oft genutzt. Er verfügt über eine sehr gute Wärmedämmung und gute Brandschutzeigenschaften. Die Wasseraufnahmefähigkeit durch die Poren ist sehr hoch, deshalb sollte bei Außenwänden auf eine handwerklich gute und wasserabweisende Verputzung wert gelegt werden.
Gerade an Stellen, die Kontakt mit dem Erdboden haben, ist dies von großer Wichtigkeit.
Gegenüber Porenbeton haben Ziegel und auch Kalksandstein eine höhere Wärmespeicherfähigkeit und sorgen damit auch für besseren Temperaturausgleich und gutes Klima.
Normaler Beton hat seine Stärken aufgrund der hohen Rohdichte beim Schall- und Brandschutz. Auch bei der Wärmespeicherfähigkeit überzeugt er. Zur Erzielung einer guten Wärmedämmung ist jedoch eine zusätzliche Außendämmung erforderlich.
Aus baubiologischer Sicht ist Beton aufgrund den beigefügten Fließmitteln und auch Zement nur bedingt zu empfehlen.
Eher selten anzutreffende Baustoffe sind Bims und Blähton.
Obwohl sie über gute bauphysikalische Eigenschaften verfügen, sind sie aufgrund einer hohen Schwindeigenschaft, die leicht zu Putzschäden führen kann, wenig nachgefragt.
HolzfassadeWer Wert auf ein ökologisches Haus legt, welches nach den Grundsätzen eines giftfreien Wohnens erstellt werden soll, für den ist naturbelassenes Holz für den Innenausbau am besten geeignet. Durch falschee chemische Behandlung von Holz können seine natürlichen positiven Eigenschaften ins Negative gekehrt werden.
Neben guten Klimatisierungseigenschaften bietet Holz eine gute Wärmedämmung und Wärmespeicherung. Nachteilig ist, dass guter Brand- und Schallschutz nur mit zusätzlichem konstruktivem Aufwand zu erreichen ist.
Von sogenannten Holzfertighäusern sollten Sie die Finger lassen. Oft sind bis zu 80 % holzfremde Materialien und der Holzanteil, der da ist, ist sehr stark chemisch behandelt.