Normalbeton ist ein Verbundwerkstoff aus Zement, Wasser, Zuschlagstoffen wie Kies, Sand oder Split und möglicherweise Bauchemikalien.
Diese Stoffe werden zu einer formbaren Masse gemischt. Dabei ist die Konsistenz variabel, wobei der Beton nach einer gewissen Zeit zu künstlichem Stein erhärtet. Dies wird durch das Bindemittel Zement erreicht. Beton wird dabei in verschiedene Betonklassen eingeteilt, die sich in ihren Eigenschaften sowie Zusammensetzungen unterscheiden. Normalbeton unterscheidet sich von Leichtbeton und Schwerbeton durch die Rohdichte. Normalbeton hat eine Rohdichte zwischen 2.000 kg/m³ und 2.600 kg/m³. Üblicherweise meinen die Handwerker Normalbeton, wenn von Beton die Rede ist. Ein Großteil des verarbeiteten Betons ist Normalbeton. Normalbeton wird also im Hochbau, im Wasserbau und im Tiefbau eingesetzt.
Normalbeton hat zwei zeitabhängige Eigenschaften. Einerseits erfährt der Beton bei der Austrocknung eine Volumenabnahme bzw. Verkürzung, was als Schwinden bezeichnet wird. Andererseits trocknet Beton nicht, sondern er bindet ab. Der Zement bindet das Wasser. Der Beton gibt das Wasser nicht mehr ab. Das kann nachträglich zu Feuchtigkeitsproblemen führen. Wichtig ist bei der Verarbeitung von Normalbeton, dass der Beton gut verdichtet wird. Ebenso ist es nicht möglich, während der Verarbeitung Wasser hinzuzufügen, um die Verarbeitbarkeit zu verlängern. Entscheidend für die Endfestigkeit ist, dass das Mischungsverhältnis zu Beginn stimmt. Wenn der Wassergehalt zu hoch ist, wird die Tragfähigkeit des Betons reduziert.
Normalbeton ist sehr universell einsetzbar. Er besitzt eine hohe Leistungsfähigkeit und ist sehr flexibel. Die Herstellung von Normalbeton ist einfach und unkompliziert. Der große Vorteil ist, dass die Rohstoffe fast unbegrenzt verfügbar sind. Darum ist die Herstellung sehr wirtschaftlich. Normalbeton wird in fast allen Bereichen im Bau eingesetzt. Dieser Werkstoff ist aus dem modernen Bauen nicht mehr wegzudenken. Die besonderen Eigenschaften von Beton sind die hohe Festigkeit, die beliebige Formgebung, die Langlebigkeit und die gute Schalldämmung. Nachteilig sind die schlechten Wärmedammeigenschaften. Deshalb muss eine Betonaußenwand oder eine Kellerwand immer mit einer zusätzlichen Wärmedämmung versehen werden. Das erfordert einen zusätzlichen Aufwand.
Im Baugewerbe werden Wandbausteine eingesetzt, die aus Normalbeton hergestellt sind. Das sind Hohlblocksteine, Vollblöcke, Vollsteine, Schalungssteine, Vormauersteine und Vormauerblock. Der Hohlblockstein aus Normalbeton besitzt geschlossene Luftkammern sowie ein geschlossenes Steingefüge. Er ist dabei fünfseitig geschlossen. Typische Einsatzbereiche sind Kellerwände, Flüssigmistbehälter und Silos sowie bei Fundamenten für untergeordnete Zwecke. Diese Schalungssteine sind mit Nut und Feder versehen und werden üblicherweise mit Beton verfüllt. Damit sind sie eine Alternative zu einer einfach geschalten Wand. Mit diesen Vormauersteinen können Außenwände durchaus ansprechend gestaltet werden. Die Mauer aus Vormauersteinen wird einfach vor eine bereits bestehende Mauer gesetzt.



